Halle (Saale), 05.11.2025 – Der Rohstoffexport aus Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, gingen die Exporte um 12,6 % zurück, sodass nur noch rund 3,3 Millionen Tonnen Rohstoffe aus Sachsen-Anhalt in das Ausland exportiert wurden. Der Rückgang betraf vor allem fossile Energieträger, Erze, Steine, Erden und Industrieminerale sowie Biomasse.
Insgesamt zeigt sich auch auf Bundesebene ein ähnlicher Trend: Der Export von Rohstoffen aus Deutschland verringerte sich um 11,3 % auf 63,6 Millionen Tonnen. Die größte Exportposition machten dabei Steine, Erden und Industrieminerale aus, mit 28,5 Millionen Tonnen, gefolgt von Biomasse (24,8 Millionen Tonnen), fossilen Energieträgern (9,1 Millionen Tonnen) und Erzen (1,3 Millionen Tonnen). Auch in Sachsen-Anhalt dominierten Steine, Erden und Industrieminerale mit 1,8 Millionen Tonnen den Export, gefolgt von Biomasse (1,5 Millionen Tonnen).
Interessanterweise stiegen die Rohstoffimporte nach Sachsen-Anhalt im Jahr 2023 um 14,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Dies steht im Gegensatz zum allgemeinen Rückgang der Rohstoffimporte in Deutschland, die im gesamten Jahr 2023 um 14,7 % auf 244,9 Millionen Tonnen fielen. Besonders auffällig war der Import von fossilen Energieträgern, die mit einem Anteil von 79,7 % den Großteil der Rohstoffimporte nach Sachsen-Anhalt ausmachten. Insgesamt wurden 10,0 Millionen Tonnen fossile Energieträger und 2,3 Millionen Tonnen Biomasse importiert.
Diese Entwicklung spiegelt die Herausforderungen und Veränderungen in den globalen Rohstoffmärkten wider und könnte auch Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft und den Energiemix in Sachsen-Anhalt haben.