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Renaturierung trockener Moore in Sachsen-Anhalt

Die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage zur Moorrenaturierung macht deutlich, dass Wissen, Projekte und Förderprogramme vorhanden sind. Dennoch fehlt bislang der entschlossene politische Auftrag, um Moorstandorte im Land konsequent zu renaturieren. Moore fungieren als natürliche Klimaschützer, Wasserspeicher und Rückzugsräume der Artenvielfalt. Konkrete Vorhaben liegen mit dem Cheiner Torfmoor, der Nedlitzer Niederung und dem Standort Magdeburgerforth vor. Während erste Maßnahmen zur Wiedervernässung bereits umgesetzt oder vorbereitet werden, hemmen fehlende finanzielle Mittel, unzureichende Eigenanteile und knappe personelle Ressourcen der Projektträger den Fortschritt. Besonders das Cheiner Torfmoor zeigt mit jährlichen Einsparpotenzialen von bis zu 180 Tonnen CO₂-Äquivalenten auf einer 40-Hektar-Teilfläche, wie wirkungsvoll Renaturierung sein kann. Weitere Standorte wie der Großer Bruch oder das Jeggauer Moor verdeutlichen das vorhandene Potenzial. Eine klare Landesstrategie ist notwendig, damit aus Pilotprojekten flächige Fortschritte werden.

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