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Regen verzögert Getreideernte in Sachsen-Anhalt – Landwirte blicken mit Sorge auf die Saison

Nach Trockenjahren nun Nässe als Herausforderung – Qualitätseinbußen und Spätverunkrautung belasten Ertrag

Die diesjährige Getreideernte in Sachsen-Anhalt kommt nur schleppend voran. Anhaltender Regen erschwert die Arbeiten auf den Feldern. Obwohl die Bestände vielerorts reif sind, verhindern aufgeweichte Böden den Einsatz schwerer Erntetechnik. Dadurch drohen nicht nur Verzögerungen, sondern auch erhebliche Qualitätseinbußen.

In den vergangenen Jahren war es vor allem Trockenheit und Hitze, die den Landwirtinnen und Landwirten zu schaffen machten. Nun ist es die Nässe, die die Ernte gefährdet: Die Halme knicken unter der Feuchtigkeit um, die Körner verlieren an Qualität. Manche Flächen können nicht mehr wirtschaftlich geerntet werden und müssen stattdessen gehäckselt werden.

Hinzu kommt, dass das Getreide aufgrund der wechselhaften Witterung ungleichmäßig abreift. Das erschwert nicht nur den optimalen Erntezeitpunkt, sondern fördert auch die sogenannte Spätverunkrautung – also das verstärkte Wachstum von unerwünschten Beikräutern kurz vor der Ernte.

Die finanziellen Auswirkungen sind erheblich: Sinkende Qualitäten und geringere Mengen bedeuten für viele Betriebe spürbare Einnahmeverluste. Einige Regionen melden bereits deutlich unterdurchschnittliche Erträge.

Neben den Problemen auf dem Feld ist auch auf den Straßen ein erhöhtes Verkehrsaufkommen zu beobachten. Die laufenden Erntearbeiten führen zu mehr landwirtschaftlichem Transportverkehr, insbesondere auf Landstraßen und in Ortsdurchfahrten.

Die Lage zeigt einmal mehr, wie stark die Landwirtschaft von Wetterextremen betroffen ist – sei es durch Trockenheit oder durch zu viel Regen. Die Ernte 2025 wird vielerorts wohl nicht den Erwartungen gerecht werden können.

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