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Rebenstorf bleibt Beigeordneter – CDU setzt auf Verlässlichkeit, Kritik bleibt bestehen

Der Stadtrat hat entschieden: René Rebenstorf wird auch in den kommenden sieben Jahren als Beigeordneter für Stadtentwicklung, Umwelt und Ordnung die Geschicke der Stadt Halle (Saale) mitlenken. Die CDU-Stadtratsfraktion hatte sich bereits im Vorfeld der Abstimmung klar für eine Wiederwahl ausgesprochen – trotz der Kritik, die dem Architekten in seiner bisherigen Amtszeit entgegengebracht wurde.

„Mit der Wahl haben wir uns für Kontinuität entschieden“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Bernstiel. Rebenstorf kenne die Verwaltung, könne ohne Einarbeitungszeit weitermachen und wichtige Großprojekte zügig voranbringen. Die CDU sehe in ihm den richtigen Mann, um sowohl baulich als auch konzeptionell Fortschritte zu erzielen. Als symbolisches Geschenk überreichte die Fraktion eine Maurerkelle – ein augenzwinkerndes Zeichen mit ernstem Unterton: Jetzt solle Rebenstorf „bauen – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.“

Doch der Weg der Wiederwahl war nicht frei von Schatten. Rebenstorf gilt als umstritten, nicht zuletzt aufgrund zweier gravierender Rechtsverstöße in seiner bisherigen Amtsführung: Die widerrechtliche Steinschüttung am Saaleufer sowie die unerlaubte Geländeerhöhung im Überflutungsbereich des Gimritzer Damms werfen lange Schatten auf seine Bilanz. Die CDU verlor hierzu kein Wort, erwartet aber laut Bernstiel „schnellere Prozesse, eindeutige Positionierungen und pragmatischere Entscheidungen“ in der kommenden Amtszeit. Besonders kleinere Stadtteile wie Osendorf, Radewell oder Tornau sowie die Belange von Familien bei Bauvorhaben sollen stärker in den Blick genommen werden.

Auch die SPD-Fraktion stimmte letztlich für Rebenstorfs Wiederwahl, obwohl der Weg dahin mit Kritik gepflastert war. Fraktionschef Eric Eigendorf betonte, dass es in der Vergangenheit teils harte Auseinandersetzungen gegeben habe. Dennoch erkenne man Rebenstorfs Sachorientierung an und setze auf Kontinuität, insbesondere im Hinblick auf zentrale Vorhaben wie das Zukunftszentrum. Die SPD knüpft ihre Zustimmung an die Erwartung, dass künftig mehr sozialgebundener Wohnraum geschaffen werde und die Herausforderungen des Klimawandels sowie der Verkehrswende engagiert angegangen würden.

5 comments on “Rebenstorf bleibt Beigeordneter – CDU setzt auf Verlässlichkeit, Kritik bleibt bestehen”

  1. Stäglin war ein Kenner des Baurechts, Rebensdorf ist ein Kenner im Thema Stadtplanung, wenn auch die Inkompetenzen das anders fühlen.

  2. Woran bemerkt man die Fähigkeiten Rebensdorfs? Bisher hat er die immer sehr bescheiden versteckt und sie in seinem Handeln geradezu eifrig kaschiert.

  3. Wenig Hand und Fuß hat allerdings das, was er tut. Wie der Herre, so´s Gescherre.

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