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Razzia gegen mutmaßliche Anhänger der verbotenen „Artgemeinschaft“

In Sachsen-Anhalt und vier weiteren Bundesländern sind Ermittler am Donnerstag gegen mutmaßliche Anhänger der verbotenen rechtsextremen Vereinigung „Artgemeinschaft“ vorgegangen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Halle wurden insgesamt 15 Objekte durchsucht. Das Verfahren richtet sich gegen 15 deutsche Beschuldigte und betrifft Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Berlin.

Ein Schwerpunkt der Durchsuchungen lag in der Altmark, insbesondere im Raum Gardelegen. Dort stehen die Ermittlungen nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch im Zusammenhang mit einer Sommersonnenwendfeier.

Die „Artgemeinschaft – Germanische Glaubens-Gemeinschaft wesensgemäßer Lebensgestaltung e. V.“ war im September 2023 verboten und aufgelöst worden. Das Bundesverwaltungsgericht bestätigte das Verbot im April 2026 als rechtmäßig. Die Richter sahen in der Ideologie der Vereinigung zentrale Elemente der nationalsozialistischen Rassenlehre.

Weitere Einzelheiten zu den laufenden Ermittlungen wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Quelle: MDR Sachsen-Anhalt, Staatsanwaltschaft Halle

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