Am Landgericht Halle hat am Montag der Prozess gegen einen 39-jährigen Mann begonnen, dem eine ganze Serie von Einbrüchen und Diebstählen in Sachsen-Anhalt zur Last gelegt wird. Laut Anklage soll der mutmaßliche Mehrfachtäter zwischen Frühjahr und Herbst 2022 in mehreren Städten Wohnungen und Fahrzeuge aufgebrochen und Wertgegenstände im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro entwendet haben.
Die Liste der Vorwürfe ist lang: In Halle soll der Angeklagte in ein Einfamilienhaus eingebrochen sein und elektronische Geräte sowie Bargeld im Wert von über 6.000 Euro gestohlen haben. Bei einem weiteren versuchten Einbruch zerschlug er laut Anklage mit einem Stein die Terrassentür eines Hauses, wurde jedoch durch den aufgeschreckten Bewohner in die Flucht geschlagen. Auch ein Bewegungsmelder vereitelte kurz darauf einen weiteren Tatversuch.
Neben Halle wurden dem Mann auch Einbrüche in Schönebeck und Sandersleben zugeschrieben. Besonders schwer wiegt dabei ein Fall aus Schönebeck, bei dem der Täter laut Anklage Bargeld in Höhe von 10.000 Euro, Schmuck im Wert von bis zu 15.000 Euro sowie ein Mobiltelefon erbeutet haben soll. In Sandersleben wurden bei einem Wohnungseinbruch unter anderem ein Autoschlüssel, 90 Euro Bargeld, eine EC-Karte, ein Personalausweis und mehrere Kundenkarten gestohlen. Das dazugehörige Auto nahm der mutmaßliche Täter anschließend mit und soll es später für 300 Euro verkauft haben.
Auch Autoaufbrüche gehen laut Staatsanwaltschaft auf das Konto des Angeklagten. In einem Fall wurde aus einem geparkten Fahrzeug eine Brieftasche mit 200 Euro und mehreren Ausweisdokumenten entwendet.
Der Angeklagte selbst schweigt bislang zu den Vorwürfen. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, droht ihm eine Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten bis zu zehn Jahren.
Die Verhandlung wird voraussichtlich mehrere Prozesstage in Anspruch nehmen. Die Staatsanwaltschaft will neben Sachbeweisen auch mehrere Zeugen anhören. Ein Urteil könnte im Spätsommer erwartet werden