Halle (Saale). Das Bündnis „AfD-Verbot jetzt“ hat für Freitag, den 2. Oktober, zu einer Protestveranstaltung in Halle aufgerufen. Beginn ist um 17 Uhr am Melanchthonplatz. Die Veranstalter wollen sich für den Schutz der Grundrechte und ein Verbot der AfD einsetzen.
Der Protest findet im Zusammenhang mit den bundesweiten Veranstaltungen zur „Langen Nacht der Demokratie“ statt, die am 2. Oktober in mehreren Bundesländern organisiert werden. In Sachsen-Anhalt gebe es ein solches landesweites Format nicht, kritisiert das Bündnis.
In seiner Mitteilung verweist das Bündnis auf die politische Entwicklung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die AfD hatte bei der Wahl 39 Sitze gewonnen und verfügt damit nicht über eine eigene Mehrheit im Landtag. AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund hat angekündigt, sich im Dezember zum Ministerpräsidenten wählen lassen zu wollen. Dafür benötigt er Stimmen aus anderen Fraktionen.
Das Bündnis wirft der AfD vor, demokratische Grundrechte und den politischen Diskurs zu gefährden. Als Beispiel nennt es Äußerungen von Simon Kaupert, der im Wahlkampf als Marketingchef Siegmunds auftrat. Die Veranstalter beziehen sich dabei auf von ihnen als Drohungen gegen die freie Presse bewertete Äußerungen.
Mit der Kundgebung wollen die Organisatoren nach eigenen Angaben ein Zeichen für Meinungs-, Presse-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit sowie weitere Grundrechte setzen. Sie rufen die Bevölkerung zur Teilnahme auf.
Quelle: Bündnis „AfD-Verbot jetzt“, 1. Oktober 2026
Demokratie, Protest, AfD-Verbot, Grundrechte, Halle (Saale)