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Polizeigewerkschaften fordern Kurswechsel – Grüne sehen sich bestätigt

Magdeburg. Die drei Polizeigewerkschaften in Sachsen-Anhalt schlagen gemeinsam Alarm und fordern in einem Zehn-Punkte-Plan umfassende Verbesserungen für die Landespolizei. Im Mittelpunkt stehen mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen, moderne Ausrüstung sowie eine langfristige Strategie zur Gewinnung von Nachwuchskräften. Unterstützung erhalten sie dabei von der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Die Gewerkschaften sehen die Polizei zunehmend an ihrer Belastungsgrenze. Um den Beruf attraktiver zu machen, fordern sie bessere Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie eine nachhaltige Personaloffensive. Darüber hinaus sprechen sie sich für eine moderne technische Ausstattung und eine Konzentration der Polizei auf ihre Kernaufgaben aus.

Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Sebastian Striegel, sieht die Forderungen als Bestätigung der eigenen Position. Die Landesregierung habe ihr Ziel von 7.000 Polizistinnen und Polizisten deutlich verfehlt.

„Die Landesregierung hat 7.000 Polizistinnen und Polizisten versprochen und auch dieses Ziel krachend verfehlt. Jetzt schlagen alle drei Polizeigewerkschaften gemeinsam Alarm. Als GRÜNE teilen wir einen Großteil der Kritik“, erklärte Striegel.

Nach Auffassung der Grünen müsse die Polizei nicht nur personell verstärkt, sondern auch organisatorisch entlastet werden. Dazu gehöre eine Stärkung der Polizeiverwaltung, damit Polizeivollzugsbeamte weniger Zeit mit Verwaltungsaufgaben verbringen und stärker für ihre eigentlichen Aufgaben zur Verfügung stehen.

Quelle: Gemeinsamer Zehn-Punkte-Plan der Polizeigewerkschaften in Sachsen-Anhalt sowie Stellungnahme der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen Sachsen-Anhalt.

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