Mehr als ein halbes Jahr nach den gewalttätigen Vorfällen beim Regionalligaspiel zwischen dem Hallescher FC und der BSG Chemie Leipzig im September 2025 hat die Polizei nach eigenen Angaben sieben Beschuldigte ermittelt. Die Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs dauern weiter an.
Zunächst waren rund 40 Personen im Zusammenhang mit den Ausschreitungen ins Visier der Ermittler geraten. Nun konnten sieben Männer konkret als Beschuldigte identifiziert werden. Nach den übrigen Verdächtigen wird weiterhin gefahndet.
Ablauf der Vorfälle
Beim Spiel am 12. September 2025 kam es nach Abpfiff zu erheblichen Störungen im Stadionumfeld. Laut Polizei wurden zunächst Pyrotechnik in verschiedene Zuschauerbereiche und auf das Spielfeld geworfen. Daraufhin griffen Einsatzkräfte ein.
Im weiteren Verlauf stürmten Anhänger des Halleschen FC den Rasen. Es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und beteiligten Personen sowie zu Konflikten mit Spielern der gegnerischen Mannschaft.
Die Situation wurde als chaotisch beschrieben, mit einzelnen „Jagdszenen“ rund um das Spielfeld und im Stadionbereich.
Konsequenzen im Sportbetrieb
Im Anschluss an die Ereignisse reagierte der Nordostdeutsche Fußballverband (NOFV) mit Sperren gegen Spieler beider Mannschaften. Zusätzlich wurde gegen einzelne Beteiligte aus Halle eine Geldstrafe verhängt. Der Verband leitete zudem sportrechtliche Verfahren gegen beide Vereine ein.
Die strafrechtlichen Ermittlungen der Polizei laufen unabhängig davon weiter und konzentrieren sich auf mögliche Verstöße im Zusammenhang mit Landfriedensbruch und Gewalt im Stadionumfeld.