Die Preise für Pflegeleistungen in Sachsen-Anhalt sind seit 2020 erheblich stärker gestiegen als die allgemeine Inflation. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, lag die Teuerungsrate im Jahr 2025 gegenüber 2020 bei 23,5 Prozent. Demgegenüber verteuerten sich Altenwohnheime und ähnliche Einrichtungen um 51,7 Prozent, während die Dienstleistungen der häuslichen Alten- und Behindertenpflege um 89,6 Prozent zulegten.
Pflege wird auch 2026 weiter teurer
Auch im laufenden Jahr setzt sich diese Entwicklung fort. Während der Verbraucherpreisindex von Januar bis Juni 2026 insgesamt lediglich um 1,9 Prozent anstieg, erhöhten sich die Preise für Altenwohnheime um 6,9 Prozent und für häusliche Alten- und Behindertenpflege um 8,3 Prozent.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes haben sich die Kosten für die häusliche Alten- und Behindertenpflege seit 2020 damit inzwischen mehr als verdoppelt. Der entsprechende Preisindex erreichte im Juni 2026 einen Stand von 206,3 (Basisjahr 2020 = 100).
Auch Heizkosten seit 2020 stark gestiegen
Überdurchschnittliche Preissteigerungen verzeichneten seit 2020 zudem verschiedene Energieträger. So erhöhten sich die Preise für Kohle um 98,7 Prozent, für Fernwärme um 97,4 Prozent und für Erdgas einschließlich Umlagen um 87,4 Prozent.
Im ersten Halbjahr 2026 entwickelten sich diese Energiekosten jedoch vergleichsweise stabil: Fernwärme verbilligte sich leicht um 0,3 Prozent, Kohle blieb preislich unverändert und Erdgas verteuerte sich lediglich um 0,1 Prozent.
Anders verlief die Entwicklung bei flüssigen Brennstoffen. Aufgrund der geopolitischen Lage stiegen die Preise für Heizöl zwischen Januar und Juni 2026 um 23,5 Prozent, Flüssiggas verteuerte sich im gleichen Zeitraum um 22,6 Prozent.