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Novartis investiert mehrere Millionen in Produktionsstätte für Radioligandentherapien in Halle (Saale)

Halle (Saale), 8. November 2025 – Das international agierende Pharmaunternehmen Novartis hat eine bedeutende Investition in Halle (Saale) angekündigt: Mehrere Millionen Euro werden in die Errichtung einer hochmodernen Produktionsstätte für Radioligandentherapien (RLT) fließen. Diese innovative Technologie gilt als Schlüssel zur personalisierten Krebsbehandlung und ermöglicht es, Krebszellen gezielt zu zerstören, während gesundes Gewebe weitgehend geschont wird. Die Produktionsstätte in der Weststraße soll voraussichtlich 2027 den Betrieb aufnehmen.

Oberbürgermeister Dr. Alexander Vogt zeigt sich erfreut über die Standortentscheidung und betont: „Halle (Saale) ist ein Coup gelungen. Die Ansiedlung von Novartis unterstreicht die Attraktivität unserer Stadt für Investoren und die herausragende Rolle von Halle als Innovationsstandort.“ Besonders stolz ist Vogt auf die kurze Entscheidungsfindung und die enge Zusammenarbeit zwischen der Stadt und ihren Partnern, die Novartis überzeugt haben, sich in Halle niederzulassen.

Wertschöpfung und Fortschritt durch innovative Krebsbehandlung

Manfred Heinzer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Novartis Deutschland, hebt hervor, dass Deutschland über exzellente Expertise im Bereich der Radioligandentherapie verfüge und Halle daher ein idealer Standort für das Projekt sei. Die Radioligandentherapie zählt zu den bedeutendsten Fortschritten in der personalisierten Medizin und ermöglicht eine präzise Behandlung von fortgeschrittenen Krebserkrankungen. Novartis ist derzeit das einzige Unternehmen, das in Deutschland zugelassene Therapien auf Basis dieser Technologie anbietet.

Die geplante Produktionsstätte wird zunächst eine halbautomatische Fertigungslinie für Radioligandentherapien umfassen, bietet jedoch bereits jetzt Raum für Erweiterungen, um die Technologie auf weitere Krebserkrankungen auszudehnen. Oberbürgermeister Dr. Vogt sieht in der Novartis-Ansiedlung eine wichtige Stärkung des Technologie- und Wissenschaftsstandorts Halle (Saale).

Impulse für die Pharmabranche und die Region

„Mit der Novartis-Ansiedlung wird Halle (Saale) erneut als Wissenschafts- und Forschungsstandort im Süden Sachsen-Anhalts und in der Mitteldeutschen Metropolregion gestärkt“, so Vogt weiter. Das Projekt werde nicht nur die Wertschöpfung im Bereich der Pharmabranche steigern, sondern auch Impulse für weitere Ansiedlungen in der Region setzen. Halle profitiere nicht nur direkt von der Produktion, sondern auch durch die Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze.

Die Stadt habe zudem erst im Jahr 2024 von einer weiteren bedeutenden Investition profitiert, als Wacker-Biotec ein mRNA-Kompetenzzentrum auf dem Weinberg Campus eröffnete. Die kontinuierliche Förderung des Transformationsprozesses durch die Stadt Halle sei ein weiterer Erfolgsfaktor für die Ansiedlung von Novartis.

Dr. Vogt ist überzeugt, dass Novartis in Halle (Saale) nicht nur bleiben, sondern sich langfristig vergrößern wird. „Unsere Stadt bietet beste Voraussetzungen für Unternehmen in der Pharma- und Biotechnologiebranche – zentral gelegen, exzellent vernetzt und mit einer erstklassigen Forschungslandschaft“, so der Oberbürgermeister abschließend.

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