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Neuer Städtekalender „Halle gestern 2026“

Bereits seit 1993 ist Halle in der beliebten Kalenderserie „Städtekalender“ vertreten, die mit historischen Ansichten ein Stück Heimatgeschichte von fast siebzig deutschen Städten dokumentiert. Der 2026-Kalender ist also bereits die 34. Ausgabe, wobei es bei den Ansichten über all die Jahre kaum Wiederholungen gab.

Der Wandkalender bringt 13 Bilder, die der Ansichtskarten- und Heimatsammler Bernd Mutschke aus Halle zur Verfügung gestellt hat. Die dreizehn historischen Stadtansichten hat er außerdem mit kompakten Informationstexten versehen.

Das Titelblatt präsentiert eine Ansichtskarte von 1908 des „Markt-Schlösschen“, das bereits im späten 16. Jahrhundert und später mehrfach umgebaut wurde. Das Januarblatt zeigt den Wettiner Platz (heute Rosa-Luxemburg-Platz), wie er vor 120 Jahren aussah. Damals noch mit Tennisplätzen und ohne Landesmuseum. Im Februar folgt eine Ansicht von der Königlich-Preußischen Straf-, Lern- und Besserungsanstalt Am Kirchtor (1910). Das März- und das Aprilblatt präsentieren die ehemalige Tankstelle im Stadtteil Trotha bzw. das Provinzial-Museum für Vorgeschichte (1920). Im Mai gibt es noch einmal einen Blick in das Kirchtor in Richtung Osten im Jahre 1902.

Auf den weiteren Kalenderblättern staunt der Betrachter über die ehemalige Ronneburgsche Mühle am Mühlgraben oder den ehemaligen Wasserturm in der Magdeburger Straße (Ecke Straße der OdF), an den sich die älteren Hallenser noch erinnern können. Der August zeigt die Kreuzung „Lutherlinde“ im Stadtteil Giebichenstein. Im September überrascht eine Luftbildaufnahme von dem Restaurant „Zur Hafenecke“ in Trotha und der Oktober zeigt eine historische Ansicht (1902) von der Saaleschleuse in der Nähe des Glauchaer Platzes. Das Postgebäude mit dem großen Mittelturm, in dem sich früher Fernsprechfreileitungen befanden, ist im November der Mittelpunkt der historischen Ansicht (1910). Den Abschluss im Dezember bildet dann eine Luftbildaufnahme (1913) des halleschen Marktplatzes.

Der Kalender mit seinen jährlich wechselnden Motiven ist längst zu einer wahren Fundgrube für Sammler und Regionalforscher geworden. Wer nun alle 34 Ausgaben besitzt, hat immerhin einen respektablen Fundus von rund 400 historischen Halle-Ansichten. Der Wandkalender ist nicht nur für Alt-Hallenser eine interessante monatliche Entdeckungsreise.

„Halle/Saale gestern 2026“, m+m Verlag (Müllenbruch + Minkenberg) Heinberg 2025, 13 Blatt (29 x 32 cm), 18,50 €, ISBN 978-3-96166-678-2
 
 

One comment on “Neuer Städtekalender „Halle gestern 2026“”

  1. Solche alten Aufnahmen finde ich immer wieder klasse. Besonders solche von Gebäuden, die man ja eigentlich kennt, aber sich trotzdem verändert haben.

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