Im Museum Petersberg wird vom 28.02. bis 06.04.2026 die Sonderausstellung „Aus einem Stück – Handgeschmiedete Insekten, Reptilien und Amphibien“ präsentiert. Sie zeigt das künstlerische Schaffen des Metallgestalters Helmut Gosdschick aus Blankenfelde (Brandenburg). Der Titel bringt das Besondere der Ausstellung auf den Punkt. Es handelt sich um Insekten, Spinnen, Amphibien und Reptilien, die aus einem Stück Metall herausgeschmiedet wurden. Erstmalig ist Gosdschicks Schmiedekunst in diesem Umfang mit fast 100verschiedenen Tierarten zu sehen. Kuratiert wird die Ausstellung von seiner Tochter Uta Skrabania, die seine Schmiedestücke, Zeichnungen und Skizzen sowie persönlichen Aufzeichnungen und Anmerkungen zusammengeführt hat.
Die Ausstellung zeigt informativ und anregend auf, welche neuen und unerwarteten Möglichkeiten sich durch die Ausübung des Schmiedehandwerks für Helmut Gosdschick nach Beendigung seines Berufslebens eröffneten. Er wurde 1934 in Altzauche im Spreewald geboren und erlernte bei seinem Vater den Beruf des Huf- und Wagenschmieds. Nach dem Studium an der Ingenieurschule Wildau führte ihn seine erste berufliche Tätigkeit als Konstrukteur nach Halle. Nach Beendigung seines Berufslebens als Ingenieur kehrte er zu seinen Wurzeln als Schmied zurück. Helmut Gosdschick war sehr naturverbunden und hatte großes Interesse an Natur-Motiven in Stahlgittern und Geländern. Er beschäftigte sich ab 1997 intensiver mit Insekten und erkannte die Einzigartigkeit und Vielfalt dieser bedeutenden und größten Tierartengruppe. Zu seinen Exponaten, die er von 1997 bis zu seinem Lebensende 2017 geschaffen hat, gehören Bockkäfer, Laufkäfer, Blatthornkäfer, Heuschrecken, Spinnen, Fliegen, Bienen, Libellen, Edelfalter, Wegwespen sowie Eidechsen, Agamen, Geckos und Kröten. Er schmiedete seine Tierfiguren unter Anwendung der klassischen Schmiedetechniken, wie Absetzen, Breiten und Strecken auf der Grundlage einer vorher maßstabsgerecht gefertigten Zeichnung – nach Vorlagen aus der Literatur.
Das Besondere ist, dass seine Schmiedestücke nicht nur stilisiert, sondern in natürlicher Größe mit möglichst vielen Einzelheiten aus einem Stück Metall geschmiedet wurden. Stahl, Titan, Kupfer – Helmut Gosdschick experimentierte mit verschiedenen Materialien und Oberflächenbehandlungen, um eine naturnahe Gestaltung in den Strukturen und der Farbigkeit zu erreichen. Dadurch gelang es ihm, das starre Material mit Leben zu erfüllen. Genau wiedergegebene arttypische Eigenschaften lassen den Betrachter vermuten, dass z. B. eine in Kampf- oder Lauerstellung verharrende Agame (Schuppenechse) oder eine zum Sprung ansetzende Kröte tatsächlich im nächsten Moment aktiv werden könnte. Die verschiedenen Exponate werden in der Ausstellung zusammen mit den entsprechenden Skizzen bzw. Zeichnungen präsentiert und entfalten so ihre faszinierende Wirkung noch stärker. Lassen Sie sich von der besonderen Kunst des Metallgestalters Helmut Gosdschick inspirieren und begeistern!
Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, den 28. Februar 2026 um 15:00 Uhr sind alle Interessenten herzlich eingeladen. Musikalische Umrahmung: Kathrin Stanossek (Gitarre) und Reinhard Appel (Akkordeon).
Das Museum hat Di. bis So. von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.

One comment on “Neue Ausstellung im Museum Petersberg”
Vollkommen verrückt. Das muss ich sehen.