Der Weg für den Neubau „Kunst“ an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ist frei. Der Finanzausschuss des Landtags von Sachsen-Anhalt hat die aktualisierte Kostenschätzung bestätigt und damit die Grundlage für die Umsetzung des Bauprojekts geschaffen.
Das Bauvorhaben basiert auf einem prämierten Entwurf aus einem internationalen Architekturwettbewerb aus dem Jahr 2021. Die Planung stammt von Burger Rudacs Architekten aus München in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsarchitekturbüro Wamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten.
Nach derzeitiger Planung ist der Baubeginn für Herbst 2027 vorgesehen. Bereits zuvor sollen vorbereitende Maßnahmen umgesetzt werden. Bis zum Ende des Sommersemesters 2026 sind Umzüge aus dem bestehenden Gebäude geplant, das dem Neubau weichen soll. Ab November 2026 sollen Abbrucharbeiten sowie archäologische Untersuchungen auf dem Baugelände beginnen.
Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt nach aktueller Berechnung rund 42 Millionen Euro, einschließlich der Ersteinrichtung. Grundlage für die Entscheidung des Finanzausschusses ist die sogenannte Kostenvoranmeldung (KVM-Bau), die eine frühzeitige Einschätzung der Baukosten ermöglicht. Nach einer Überarbeitung der Planungen im vergangenen Jahr wurden die Kosten angepasst und nun bestätigt.
Die Hochschulleitung bewertet die Entscheidung als wichtigen Schritt. Der Neubau soll moderne Arbeitsbedingungen für Studierende und Lehrende schaffen und die infrastrukturelle Entwicklung der Kunsthochschule langfristig stärken.
Nach aktueller Planung wird die Fertigstellung des Gebäudes nicht vor dem Jahr 2030 erwartet. Vorgesehen sind unter anderem neue Ateliers, Werkstätten, Ausstellungsflächen sowie Seminarräume für die Lehramtsausbildung.