Der Naturschutzbund NABU hat einen Eilantrag auf einen sofortigen Stopp der Bauarbeiten an der Autobahn A143 gestellt. Anlass sind nach Angaben des NABU Regionalverbandes Halle/Saalekreis mögliche ungenehmigte und damit rechtswidrige Ausführungen beim Bau eines Landschaftstunnels.
Konkret geht es um den Tunnel zur Querung der Porphyrkuppen bei Friedrichsschwerz. Nach Darstellung des Umweltverbandes weichen die laufenden Bauarbeiten erheblich vom gerichtlich bestätigten Bauplan ab. Der NABU hat sich mit dem Eilantrag an das Fernstraßen-Bundesamt als zuständige Planfeststellungsbehörde gewandt.
Der genehmigte Plan sehe einen Gegenverkehrstunnel mit nur einer Röhre ohne Mittelwand vor. Tatsächlich werde jedoch ein zweiröhriger Tunnel mit Mittelwand errichtet. Nach Einschätzung des NABU könne dies zu einer höheren Belastung durch verkehrsbedingte Schadstoffe führen. Davon sei ein angrenzendes europäisches Schutzgebiet betroffen.
Der Nordabschnitt der A143 bei Halle soll nach aktueller Planung im Jahr 2028 fertiggestellt werden. Die Bauarbeiten an der Westumfahrung hatten sich in der Vergangenheit mehrfach verzögert, da umfangreiche Umweltauflagen in das Projekt eingearbeitet werden mussten.
Quelle: MDR Sachsen-Anhalt
7 comments on “Naturschutzbund beantragt Baustopp für A143 wegen möglicher Rechtsverstöße”
Gleiche Anzahl von Fahrzeugen und höhere Umweltbelastung bei zwei Röhren? Dümmer geht immer.
Kannst du zukünftige Fahrzeuge zählen?
Schlauer geht immer.
Die Anzahl der Fahrzeuge bei einer oder bei zwei Röhren wird sich nicht unterscheiden. Nennt man gesunder Menschenverstand.
Noch gesünderer Menschenverstand beweist sich, wenn man weiter denkt. Je mehr die Kapazitäten erhöht werden, um so mehr werden sie genutzt. Und um so höher ist der Verbrauch der Resourcen.
Ein Tunnel mit zwei Röhren hat bei gleicher Zahl von Fahrbahnen eine höhere Kapazität als ein Tunnel mit einer Röhre? Ein Weltbild ohne Verstand.
Warum hat denn der Tunnel zwei Röhren?
Den Artikel nicht verstanden?
„Der genehmigte Plan sehe einen Gegenverkehrstunnel mit nur einer Röhre ohne Mittelwand vor. Tatsächlich werde jedoch ein zweiröhriger Tunnel mit Mittelwand errichtet. Nach Einschätzung des NABU könne dies zu einer höheren Belastung durch verkehrsbedingte Schadstoffe führen. !“