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Naturschutz am Wallendorfer See: Neue Lebensräume für seltene Tiere

Wallendorf. Mit zwei geförderten Naturschutzprojekten soll die Artenvielfalt am Wallendorfer See im Saalekreis gestärkt werden. Das Umweltministerium Sachsen-Anhalt unterstützt die Vorhaben des NABU-Regionalverbandes Merseburg-Querfurt mit insgesamt rund 210.000 Euro.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung neuer Lebensräume für gefährdete Amphibien auf dem Gelände einer ehemaligen Kiessandgrube bei Wallendorf. Auf einer rund drei Hektar großen Fläche sollen bis Mitte 2027 wasserführende Senken vertieft, erweitert und neu angelegt werden. Ziel ist die Schaffung eines vielfältigen Feuchtgebietsmosaiks, das Arten wie der Knoblauchkröte, dem Teichfrosch sowie zahlreichen Insekten und Vogelarten zugutekommt. Für dieses Projekt stehen rund 151.000 Euro zur Verfügung.

Umweltstaatssekretär Dr. Steffen Eichner betonte bei der Übergabe der Förderbescheide die Bedeutung der Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz. Die Projekte stärkten wertvolle Lebensräume in der Region und leisteten einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Kulturlandschaft.

Bereits abgeschlossen ist ein weiteres Vorhaben am Südufer des Wallendorfer Sees. Dort wurde mit Fördermitteln in Höhe von rund 59.000 Euro ein etwa 1,5 Kilometer langer Zaun errichtet. Er dient der Beweidung der Flächen und schützt zugleich störungsempfindliche Brut- und Rastgebiete von Wasservögeln und Röhrichtbrütern wie dem Teichrohrsänger. Auch ein bestehendes Biberrevier profitiert von den Maßnahmen.

Die Fördermittel stammen aus dem Programm „Biodiversität, Schutzgebietssystem Natura 2000“. Finanziert werden die Projekte zu 80 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union und zu 20 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt.

Langfristig soll der Naturraum am Wallendorfer See weiter aufgewertet werden. Geplant sind unter anderem ein Naturlehrpfad, der Einsatz von Rangern sowie eine Beobachtungsplattform für Besucherinnen und Besucher.

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