„Der Garten Eden e.V. aus Halle wurde mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geehrt. Diese Anerkennung, vergeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Deutschen UNESCO-Kommission, würdigt Initiativen, die sich besonders für nachhaltige Bildung engagieren. Die Preisverleihung fand am 28. Juni in Aschaffenburg statt.
Der Garten Eden e.V. beeindruckte die Jury mit seinen Projekten, wie dem NaturkinderGarten Eden und dem FoodForest Ernteweg, die zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele beitragen.
Die Auszeichnung betont die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung, die es ermöglicht, verantwortungsbewusstes Handeln in der Gesellschaft zu fördern. Mit der „Nationalen Auszeichnung – Bildung für nachhaltige Entwicklung“ werden Organisationen gewürdigt, die innovative Bildungsangebote schaffen und zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft beitragen“. So steht es in der Pressemitteilung des „ausgezeichneten“ Vereins.
Der „Ernteweg“ besteht in Halle aus kleinen, ziemlich vernachlässigte Kleinstflächen, deren größte besonders am Peißnitzhaus auffällt. 2021 wurde eine zuvor Erholungszwecken dienende Wiese am Peißnitzhaus mit Flatterband abgetrennt, dann blühten dort Ringelblumen aus einer lieblos ausgestreuten Blumenmischung vom Baumarkt, es folgten Ackerdiesteln und Rindenmulch und die in den 1940er Jahren künstlich gezüchteten „Jostabeeren“. Jede auch nur durchschnittliche Kleingartenparzelle in Halle bietet mehr Artenvielfalt und wirft ganz nebenbei auch noch gesunde Nahrungsmittel ab. Der Umweltverband AHA kritisierte das Projekt bereits von Anfang an: Aktivisten-Zwist um grünen Klee . Seit dieser Zeit dümpeln die von naiver Laienhand angelegten Flächen so vor sich hin, immerhin sind die Flatterbänder verschwunden, und in wenigen Jahren wird die natürliche Sukzession die Jostabeere durch den Eschenahorn ersetzen. Der Verband der Halleschen Kleingärtner hingegen wird sicher noch lange auf eine nationale Auszeichnung seiner Parzellen warten dürfen.
6 comments on “Nationale Auszeichnung für 300 m² vernachlässigten „Food-Forest“ auf der Peißnitz”
Bei Auszeichungen kommt es mehr darauf an was geschrieben steht, als auf das was wirklich ist.
Diese „Anlage“ ist schlichtweg nur peinlich.
Schaut sich das vor einer Preisvergabe niemand an oder befragt wenigstens eine „Vertrauensperson“?
Ich sollte mir etwas Flatterband für den Garten besorgen. Da gibt es auch wenigstens etwas Food und etwas Forest.
Rati schrieb: „Schaut sich das vor einer Preisvergabe niemand an oder befragt wenigstens eine „Vertrauensperson“?“
Wahrscheinlich nicht, oder in der Vergabekommission sitzen nur Blinde oder Verblendete. Mir geht es nicht um irgendein “ ordentliches“ Aussehen, aber an so einer exponierten Stelle wie einem öffentlichen Park erwarte ich einfach etwas mehr Impact und Kompetenz. Da bietet jeder Kleingarten wirklich mehr.
Es ist leider Realität das Förderprojekte nicht so laufen, wie geplant und von den Fördermittelgebern oft nur nach den Berichten der Fördermittelempfänger bewerten.
Dieser Garten Eden Halle Verein hat ja eine „schöne bunte“ Website (https://www.garten-eden-halle.de/%C3%BCber-uns-team/) mit viel Bla Bla, damit ist der Preis schon fast gewonnen.