Skip to content
HalleSpektrum.de – Onlinemagazin aus Halle (Saale) Logo

Nachhaltiges Bauen: Schulneubau mit Lehmsteinwänden

Am Schulstandort Murmansker Straße in Halle entsteht derzeit der Neubau der St.-Mauritius-Sekundarschule. Bauherr ist die Edith-Stein-Schulstiftung des Bistums Magdeburg. Das Projekt gilt als ein Beispiel für nachhaltiges Bauen und setzt konsequent auf den Einsatz natürlicher Baustoffe sowie auf ein regeneratives Energiekonzept.

Die Grundsteinlegung für den Schulneubau erfolgte am 19. Mai 2025, das Richtfest am 26. November 2025. Die Fertigstellung ist für November 2026 vorgesehen. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 15,4 Millionen Euro brutto.

Der dreigeschossige Neubau wird als Holzbau realisiert. Ein zentraler Planungsschwerpunkt liegt auf der Reduktion von CO₂-Emissionen sowohl in der Bauphase als auch im späteren Betrieb. Dazu werden serielle Bauelemente mit hohem Vorfertigungsgrad eingesetzt. Die technische Gebäudeausstattung basiert ausschließlich auf erneuerbaren Energien und ist bewusst minimiert.

Besonderes Merkmal des Gebäudes sind die Innenwände aus Lehmsteinmauerwerk. Nach Angaben der Projektbeteiligten handelt es sich um das derzeit größte Volumen an Lehmstein-Mauerwerk, das in einem Neubau in Mitteldeutschland verbaut wird. Der Rohbau ist abgeschlossen, die Lehmsteinwände sind gemauert, der Innenausbau hat begonnen.

An Planung und Umsetzung sind mehrere spezialisierte Unternehmen beteiligt. Die Architektur verantwortet die Steinblock Architekten GmbH aus Magdeburg. Die statischen Berechnungen sowie Brand-, Schall- und Lehmbau-Fachberatung übernimmt die ZRS Ingenieure GmbH aus Berlin. Als Generalunternehmer fungiert die Terhalle Holzbau GmbH aus Ahaus-Ottenstein, die Lehmbauarbeiten werden von der Pfennig Bau GmbH & Co. KG aus Oschatz ausgeführt.

Mehrere der Projektpartner sind Mitglieder des WIR!-Bündnisses GOLEHM, einer Initiative zur Förderung des Lehmbaues und nachhaltiger Kreislaufwirtschaft. Das Bündnis wurde 2020 mitinitiiert vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert. Ziel ist es, den traditionellen massiven Lehmbau in Mitteldeutschland weiterzuentwickeln.

Schreibe einen Kommentar