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Nach rechter Gewalt auf Frauen am 8. März: Erklärung von „Halle gegen Rechts“ zum Verhalten der Polizei

(Originalzitate aus der Erklärung)

Am Abend des 8. März – dem internationalen Frauenkampftag – ist eine feministische Gruppe von 4 Personen aus der sogenannten „Montagsdemo“ um den Neonazi Sven L. heraus angegriffen worden. Die  Gruppe war mit dem Fahrrad unterwegs und fuhr ein Stück über den Marktplatz. Spontan verliehen sie im Vorbeifahren an der Versammlung  ihrem Protest verbal Ausdruck. Daraufhin rannte eine Person aus der
Demonstration den Radfahrer:innen hinterher und stoppte die hinterste Radfahrerin aggressiv, nachdem Sven L. auf der Demonstration „holt sie runter“ in sein Mikrofon gerufen hatte.

Nur durch das Eingreifen der Polizei ließ der Angreifer von der Betroffenen ab. Polizeibeamte äußerten den Betroffenen gegenüber dann
jedoch mehrmals, dass diese den Angriff aus der „Montagsdemo“ durch ihr  Auftreten selber verursacht hätten: „Das hätten Sie sich vorher
überlegen sollen“.

Damit trug die Polizei genau zu dem Narrativ bei, das die  Teilnehmer:innen der „Montagsdemos“ verbreiten wollen: Nämlich alle  einzuschüchtern, die gegen sie ihre Stimme erheben. Der Vorfall war nicht der erste dieser Art. Schon lange gehen von den „Montagsdemos“ Beleidigungen und Angriffe gegen Menschen aus, die die Teilnehmer:innen der Demos als Gegner:innen begreifen. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich die Situation aber deutlich verschärft, weil mehr Veranstaltungen auf dem Markt stattfinden, von denen die Gefahr
solcher Angriffe ausgeht.

Der Marktplatz in Halle wird dadurch zeitweise zu einem gefährlichen Ort für einen Teil der Einwohner:innen. Diese Situation darf in einer
demokratischen Gesellschaft nicht zur Normalität werden. Der Marktplatz muss endlich ein sicherer Ort für alle Hallenser:innen sein –  rechte Gewalt darf nicht normalisiert werden!

(Valentin Hacken, Sprecher von „Halle gegen Rechts“)

6 comments on “Nach rechter Gewalt auf Frauen am 8. März: Erklärung von „Halle gegen Rechts“ zum Verhalten der Polizei”

  1. Unerlaubt über den Markt fahren und Leute anpöbeln und dann am „FrauenKAMPFtag“ über die provozierte Reaktion wundern.

    Und mit Einschüchtern kennen sich rechte und linke „Aktivisten“ ja aus.

  2. Ehm die Montagsdemo findet doch so gegen 18 Uhr statt, dass Fahrad fahren auf dem Marktplatz ist bis 20 Uhr verboten, also hätten die Damen ihr Fahrrad wohl schieben müssen. Was erwartet Herr Hacken, das linke Demonstranten pöbeln und stören dürfen und die die gestört werden nicht darauf reagieren dürfen. Wie es in den Wald herrein schallt schallt es herraus, Aktion und Reaktion. Meinungsfreiheit gilt auch für rechte Labertaschen so schwer es auch zu akzeptieren ist, auch das Demonstrationsrecht ist nicht an eine politische Gesinnung gebunden. In Deutschland dürfen auch Rand und Splitergruppen demonstrieren, geht auch anders siehe Russland, da ist die Opposition im Straflager wenn sie glück hat, wenn nicht auf dem Friedhof.

  3. Nazigebrüll und Gewalt regt die Bürger nicht so auf wie Radfahrerinnenn auf dem Markt.
    Die Nerven scheinen ja merkwürdig blank zu liegen.

  4. Nein hei-wu, diese dumme und leicht durchschaubare Propaganda von Links und Rechts nervt jeden halbwegs normalen Menschen einfach. Solltet ihr hier einen Text abdrucken in dem sich der Liebich als Opfer aufspielt, werde ich mich auch über den armen missverstandenen Menschen lustig machen aber ihr druckt ja nur die Hetze von seinem Gegenpart ab.

    Übrigens steht von Gewalt nichts im Text, dass hast Du dir ja offensichtlich ausgedacht. Und jeder der Halle gegen Rechts kennt weiß, dass die ausführlich dargestellt hätten, wenn es zu Gewalt gekommen wäre. So heult man herum, weil die Polizei alles verhindert hat was man hätte ausschlachten können und den Sachverhalt offensichtlich sehr treffend formuliert hat. So sind sie unserer mutigen feministischen Kämpferinnen. Große Klappe haben und dann rollen die Tränen.

  5. Wegen einer Anstifftung zu einer Straftat hätte die Polizei den Stift ja festnehmen können, leider ist die Polizei zu rechtslastig, um seine Straftaten zu ahnden!

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