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Nach Heidebad-Debatte: Hallesche Jugendwerkstatt plant Schwimmkurse für Geflüchtete Frauen und Mädchen

Nach der Diskussion um eine frühere Einlassregel im Heidebad Halle plant die Hallesche Jugendwerkstatt ein neues Schwimm- und Integrationsprojekt. Unter dem Motto „Nicht ausschließen, sondern befähigen“ sollen Frauen und Mädchen mit Fluchtgeschichte in geschützten Kursen Schwimmen lernen. Außerdem ist vorgesehen, Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte zu Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmern auszubilden.

Mit dem Angebot wolle der soziale Träger nach eigenen Angaben einen Beitrag zu mehr Sicherheit in Schwimmbädern und zu gesellschaftlicher Teilhabe leisten. Gerade fehlende Schwimmkenntnisse könnten ein Sicherheitsrisiko darstellen. Das Projekt soll deshalb nicht nur den Zugang zum Schwimmen ermöglichen, sondern auch Menschen mit Migrationsgeschichte aktiv in den Badebetrieb einbinden.

Für das auf drei Jahre angelegte Vorhaben sollen nach Angaben der Jugendwerkstatt 144.000 Euro an Spenden eingeworben werden.

Die Initiative steht im Zusammenhang mit der öffentlichen Debatte um das Heidebad in Halle-Nietleben. Eine zeitweise geplante Regelung, nach der Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse der Zutritt verwehrt werden sollte, hatte bundesweit für Kritik gesorgt. Befürworter verwiesen auf Sicherheitsfragen, Kritiker sahen darin eine pauschale Benachteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte.

Das neue Projekt setzt dagegen auf Qualifizierung und Prävention: Nicht der Ausschluss einzelner Gruppen, sondern der Erwerb von Schwimmkenntnissen und die Ausbildung eigener Rettungskräfte sollen nach dem Konzept der Jugendwerkstatt im Mittelpunkt stehen.

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