Vor dem Hintergrund aktueller Vorschläge, arbeitsfähige Ukrainer zur Rückkehr in ihr Heimatland zu bewegen, hat Petra Grimm-Benne, Arbeits- und Integrationsministerin von Sachsen-Anhalt, zwei klare Stellungnahmen abgegeben. Sie unterstreicht darin die wichtige Rolle ukrainischer Beschäftigter für den Arbeitsmarkt des Landes und plädiert für eine sachliche Debatte über Zuwanderung und Qualifikation.
Nach Angaben des Ministeriums sind derzeit mehr als 3.000 ukrainische Männer in Sachsen-Anhalt beschäftigt, viele von ihnen als Fachkräfte insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und im Bau. Sie leisteten einen unverzichtbaren Beitrag für die Wirtschaft. Angesichts des demografischen Wandels sei das Land mehr denn je auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen, so Grimm-Benne. Statt über Rückkehrforderungen zu diskutieren, müsse stärker darauf geschaut werden, wie Sachsen-Anhalt für internationale Fachkräfte attraktiver werden könne.
In ihrem zweiten Statement erinnerte die Ministerin daran, dass die ukrainische Regierung im vergangenen Sommer die Ausreise wehrpflichtiger junger Männer zugelassen habe, um ihnen bessere Bildungs- und Berufschancen im Ausland zu ermöglichen. Diese Qualifikationen sollten später für den Wiederaufbau der Ukraine eingesetzt werden. Sachsen-Anhalt werde diesen Weg weiter unterstützen und denjenigen, die perspektivisch zurückkehren möchten, bestmögliche Qualifikation bieten. Gleichzeitig sei jeder Ukrainer willkommen, der seine Zukunft im Land aufbauen wolle. Dieser Ansatz sei ein „Win-Win“ sowohl für Sachsen-Anhalt als auch für die Ukraine.
One comment on “Ministerin Grimm-Benne warnt vor Rückkehrdebatte und betont Bedeutung ukrainischer Fachkräfte”
Frau Ministerin warnt vor der Debatte, fest in der demokratischen Mitte verankert.