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Mindestsicherungsquote in Sachsen-Anhalt: Regionale Unterschiede bleiben deutlich

Die Mindestsicherungsquote in Sachsen-Anhalt lag im Jahr 2024 bei 9,5 Prozent. Damit wird der Anteil der Bevölkerung beschrieben, der Leistungen aus sozialen Mindestsicherungssystemen bezieht. Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes hervor.

Die Zahlen zeigen weiterhin deutliche regionale Unterschiede. In den kreisfreien Städten liegen die Quoten über denen der umliegenden Landkreise. So verzeichnete Halle (Saale) eine Quote von 13,3 Prozent, während der angrenzende Saalekreis bei 7,9 Prozent lag. Auch in Magdeburg (11,0 Prozent) und Dessau-Roßlau (11,2 Prozent) sind höhere Werte zu beobachten als in benachbarten Regionen wie dem Landkreis Börde (6,3 Prozent) oder dem Jerichower Land (7,4 Prozent).

Dieses Stadt-Land-Gefälle entspricht einem bundesweiten Trend: In urban geprägten Regionen ist der Anteil von Menschen mit Mindestsicherungsleistungen häufig höher als im ländlichen Raum.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Mindestsicherungsquote in Sachsen-Anhalt leicht gesunken. Besonders in Magdeburg (-0,5 Prozentpunkte) und Halle (Saale) (-0,4 Prozentpunkte) fiel der Rückgang stärker aus als im Bundesdurchschnitt (-0,1 Prozentpunkte).

Mit einer neuen Funktion im Regionalatlas Deutschland, dem sogenannten „Regionsradar“, lassen sich solche regionalen Unterschiede und Entwicklungen künftig einfacher vergleichen. Das Tool ermöglicht Auswertungen auf verschiedenen Ebenen, etwa im direkten Nachbarschaftsvergleich oder im bundesweiten Kontext.

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