Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erhält bis Ende 2027 rund 3,5 Millionen Euro für das Projekt „FEM POWER – Wissenschaftlerinnen stärken – Wissenschaftskultur verändern“. Ziel ist es, Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit dauerhaft in der strategischen Entwicklung der Hochschule zu verankern. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+).
Das Programm setzt auf Mentoring, Karriereförderung und Netzwerkbildung für Wissenschaftlerinnen. Ein Schwerpunkt ist die Einrichtung von drei Nachwuchsforschungsgruppen unter weiblicher Leitung in den Materialwissenschaften sowie in der Protein- und Pflanzenforschung. Damit sollen Frauen gezielt auf Berufungen vorbereitet und die Forschungsschwerpunkte der Universität gestärkt werden.
Auch das MLU-Mentoring wird durch die Förderung erweitert: Es umfasst Programme für Studentinnen in der Abschlussphase, für Promovendinnen sowie für Postdoktorandinnen. Zudem wird die Arbeit der Netzwerkstelle genderbildet fortgeführt, die Genderforschung und Geschlechterperspektiven in Forschung und Lehre stärkt.
FEM POWER II ist ein landesweites Programm zur Förderung von Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung. Bereits von 2016 bis 2022 lief eine erste Förderphase. An der MLU koordiniert die Stabsstelle Vielfalt und Chancengleichheit die Umsetzung.
Die Universität Halle hat zudem die 2024 von der Hochschulrektorenkonferenz verabschiedete Selbstverpflichtung zu mehr Geschlechtergerechtigkeit bei Berufungen unterzeichnet.
Stichworte: Universität Halle, FEM POWER, Gleichstellung, Wissenschaftlerinnen, ESF+