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Menschenkette für den Schutz der Lebensgrundlagen auch in Halle

Bundesweite Aktion „Es brennt!“ findet am 3. Oktober in mehr als 60 Städten statt

Halle (Saale). Unter dem Motto „Es brennt!“ ruft ein bundesweites Bündnis am 3. Oktober zu Menschenketten für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen auf. Auch in Halle ist eine Aktion geplant. Treffpunkt ist um 11.45 Uhr auf dem Hallmarkt. Die Menschenketten beginnen bundesweit um 12 Uhr.

Die zentrale Strecke soll sich in mehreren Abschnitten vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bis zum Bundeskanzleramt in Berlin erstrecken. Zusätzlich sind Aktionen in zahlreichen weiteren Städten, Gemeinden und Orten vorgesehen. Nach Angaben der Organisatoren beteiligen sich mehr als 20 Organisationen, darunter Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future, Extinction Rebellion, Omas for Future und Parents for Future.

Die Initiative versteht die Aktion als überparteilich und breiter als eine reine Klimademonstration. Im Mittelpunkt stehen nach Angaben des Bündnisses der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, aber auch Themen wie Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit.

Das Datum wurde bewusst gewählt: Am Tag der Deutschen Einheit soll die gemeinsame Verantwortung für den Schutz der Lebensgrundlagen sichtbar werden. Die Organisatoren verweisen dabei auch auf Artikel 20a des Grundgesetzes, der den Staat zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen verpflichtet.

Der Ablauf ist bundesweit einheitlich vorgesehen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen zehn Minuten lang schweigend Hand in Hand. Anschließend kann fünf Minuten lang ein weißes Blatt Papier hochgehalten werden. Danach sind weitere 15 Minuten zur freien Gestaltung vorgesehen.

Das Bündnis nennt fünf zentrale Anliegen: die Einhaltung des Grundgesetzes, den Erhalt der Lebensgrundlagen, eine Politik, die das Gemeinwohl vor den Profit weniger stellt, den Vorrang erneuerbarer Energien sowie Veränderungen unter anderem bei Mobilität, Ernährung und Wohnen.

Die Aktion soll ausdrücklich friedlich und für alle offen sein. Nach Angaben der Initiative muss man keiner Organisation angehören und keine Demonstrationserfahrung haben.

Quelle: Initiative „es brennt“

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