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Mehr Unterstützung für den Weg von der Schule in den Beruf

Sachsen-Anhalt erhält ab 2027 jährlich rund 2,5 Millionen Euro zusätzlich vom Bund

Sachsen-Anhalt bekommt künftig mehr Geld vom Bund, um Jugendliche beim Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf zu unterstützen. Als erstes Bundesland hat Sachsen-Anhalt die neue Bildungskettenvereinbarung mit dem Bund unterzeichnet. Von 2027 bis 2034 stellt der Bund dafür zusätzlich zu den Landesmitteln jährlich rund 2,5 Millionen Euro bereit.

Bund, Land und Bundesagentur für Arbeit wollen mit den Maßnahmen vor allem verhindern, dass junge Menschen beim Einstieg ins Berufsleben den Anschluss verlieren. Im Mittelpunkt stehen eine bessere berufliche Orientierung, Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulen, Arbeitsagenturen und Betrieben.

Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) verwies auf den zunehmenden Bedarf an Fachkräften. Gerade angesichts des demografischen Wandels müsse es gelingen, die vorhandenen Potenziale junger Menschen besser zu nutzen. Auch Jugendliche, die zunächst keinen Schulabschluss erreichen, sollen unterstützt werden und die Möglichkeit erhalten, diesen nachzuholen.

Bildungsminister Jan Riedel betonte, dass die berufliche Orientierung an allen Schulformen gestärkt werden solle. Die neue Vereinbarung soll insbesondere die Schnittstellen zwischen Schule, Ausbildung und Beruf verbessern. Ziel sei es, allen Jugendlichen unabhängig von Herkunft, Wohnort oder Bildungsweg bessere Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu geben.

Auch die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sich an der Vereinbarung. Nach Angaben von Regionaldirektionschef Markus Behrens sollen Jugendliche individuell begleitet werden. Dabei geht es nicht nur um den direkten Einstieg in eine Ausbildung. Auch junge Menschen ohne anerkannten Berufsabschluss sollen bessere Möglichkeiten erhalten, beispielsweise durch Teilqualifikationen, mit denen sie schrittweise berufliche Qualifikationen erwerben können.

Die neue Bildungskettenvereinbarung ergänzt den im Juni vorgestellten „Masterplan Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalt“. Land und Bundesagentur für Arbeit wollen gemeinsam mit Arbeitsagenturen und Jobcentern den Übergang von der Schule in Ausbildung und Beschäftigung bis 2030 verbessern.

Ein konkretes Ziel des Masterplans ist es, die Jugendarbeitslosigkeit bis 2030 auf unter vier Prozent zu senken. Gleichzeitig soll der Anteil der Menschen bis 34 Jahre mit einem Berufsabschluss steigen. Damit sollen mehr junge Menschen eine qualifizierte Beschäftigung erreichen und zugleich die Fachkräftebasis der sachsen-anhaltischen Wirtschaft gestärkt werden.

Quelle: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt / Bundesagentur für Arbeit

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