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Mehr Lehrlinge im Handwerk haben Abitur

Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle
Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle
Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle

Elf Prozent der Lehrlinge im Handwerk, die im vergangenen Jahr ihre Ausbildung im Bezirk der Handwerkskammer Halle begonnen haben, besitzen die Hochschulreife. 2010 lag dieser Anteil bei 8 Prozent.

Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, sieht in dieser Entwicklung, ein zunehmendes Interesse von Abiturienten an Handwerksberufen und an einer dualen Berufsausbildung. „Es ist uns gelungen, mehr Aufmerksamkeit auf eine Lebensperspektive im  Handwerk zu lenken.“ Im Handwerk sei ein Karriereweg von der Ausbildung über Qualifizierungen bis zur selbstbestimmten Arbeit gerade für leistungsstarke junge Menschen sehr schnell möglich. „Ein Meisterbrief ist in der Arbeitswelt mindestens genauso angesehen wie ein Bachelor-Abschluss“, hob Keindorf hervor.

In diesem Zusammenhang forderte er eine ehrliche Berufsorientierung auch an den Gymnasien des Landes und mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher Ausbildung und Hochschule. „Ein erfolgreicher Berufsweg führt nicht nur über das Studium“, sagte Keindorf. Gut ausgebildete Fachkräfte, Techniker und Meister im Handwerk würden in Sachsen-Anhalt in vielen Unternehmen gesucht.

Hintergrund:  53 Prozent der neuen Lehrlinge im Handwerk besitzen einen Realschulabschluss (2010: 55 Prozent), 30 Prozent (2010: 29 Prozent) haben einen Hauptschulabschluss und 6 Prozent verfügen über keinen Schulabschluss (2010: 9 Prozent).

5 comments on “Mehr Lehrlinge im Handwerk haben Abitur”

  1. Dabei zählt doch gerade im Handwerk das Können und nicht der Abschluss.

  2. Das liegt daran, dass heutzutage jeder Idiot aufs Gymnasium gehen darf, bzw. eingeredet bekommt, dass man eine Hochschulreife haben muss, und sei es nur „vorsorglich“.

  3. Es gibt nur noch wenige Handwerksberufe, wo nur mit der Hand, und nicht mit dem Kopf gearbeitet wird.

  4. Abitur im Handwerk mag schön und gut sein, aber insgesamt zwei Jahre verlorene Zeit= 24 Monate eher Verdienst…

  5. @Peter
    Das ist wohl ein Wunschtraum, denn ohne den „Schein“ darf keiner arbeiten, selbst wenn er es gut oder besser könnte…

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