Während die Umsätze im Umweltschutzsektor Sachsen-Anhalts im Jahr 2023 spürbar zurückgingen, nahm zugleich die Zahl der Beschäftigten deutlich zu. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden im vergangenen Jahr mit Gütern und Leistungen für den Umweltschutz Umsätze in Höhe von 2,9 Milliarden Euro erzielt – rund 675 Millionen Euro weniger als im Jahr 2022. Zugleich arbeiteten jedoch 12.616 Menschen in entsprechenden Branchen – ein Zuwachs von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders prägend war erneut das Verarbeitende Gewerbe, das mit 1,9 Milliarden Euro rund zwei Drittel (65,5 %) der gesamten umweltschutzbezogenen Umsätze generierte. Innerhalb dieser Gruppe waren die größten Umsatzbringer die Herstellung chemischer Erzeugnisse (636 Mio. €), Gummi- und Kunststoffwaren (405 Mio. €), Glas, Keramik und mineralische Werkstoffe (295 Mio. €) sowie der Maschinenbau (291 Mio. €).
Im Baugewerbe dagegen verzeichneten die 123 erfassten Betriebe einen Rückgang um 7,4 % auf 371 Millionen Euro. Auch in anderen Umweltbereichen fielen die Umsätze im Jahresvergleich deutlich: So gingen die Erlöse im Bereich Klimaschutz, der mit 2,072 Milliarden Euro weiterhin am bedeutendsten bleibt, um 22,7 % zurück. In der Abfallwirtschaft (168 Mio. €, −16,7 %), Luftreinhaltung (55 Mio. €, −18 %) und Abwasserwirtschaft (413 Mio. €, −4,4 %) war der Rückgang ebenfalls spürbar.
Einziger Bereich mit Zuwachs war der Arten- und Landschaftsschutz: Hier stieg der Umsatz um 9,6 % auf 23 Millionen Euro. Trotz der wirtschaftlichen Einbußen unterstreicht der Beschäftigtenzuwachs, dass der ökologische Umbau der Wirtschaft in Sachsen-Anhalt weiterhin viele Menschen in Arbeit bringt – wenn auch mit veränderten Gewichtungen in den einzelnen Branchen.