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Mehr Insolvenzanträge in Sachsen-Anhalt im Jahr 2025

Die Zahl der Insolvenzanträge in Sachsen-Anhalt ist im Jahr 2025 gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden bei den Amtsgerichten insgesamt 3.477 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens registriert. Das entspricht einem Anstieg von 8,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt die Gesamtzahl erneut über dem Niveau des Jahres 2019, als 3.392 Anträge verzeichnet wurden.

Besonders deutlich fiel der Zuwachs bei den Unternehmensinsolvenzen aus. Hier wurden 436 Anträge gestellt, was einem Anstieg von 23,9 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Trotz dieses Anstiegs bleibt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen weiterhin unter dem Wert von 2019 mit damals 457 Fällen.

Die meisten betroffenen Unternehmen stammen aus dem Baugewerbe. In diesem Bereich wurden 81 Insolvenzanträge gemeldet, etwa ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Auch im Gastgewerbe sowie im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen stiegen die Fallzahlen. Im Gastgewerbe wurden 58 Verfahren registriert, im genannten Handelsbereich 56. Währenddessen ging die Zahl der Insolvenzen im Bereich der sonstigen Dienstleistungen deutlich zurück und halbierte sich auf 14 Fälle.

Neben den Unternehmen nahm auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen zu. Insgesamt wurden 2.468 entsprechende Anträge gestellt, was einem Plus von 6,2 Prozent entspricht. Auch bei ehemals selbstständig Tätigen wurde ein Anstieg verzeichnet: Hier registrierten die Gerichte 518 Insolvenzanträge, ein Zuwachs von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt zeigt sich damit eine steigende Tendenz bei den Insolvenzen in Sachsen-Anhalt, wobei insbesondere Unternehmen in bestimmten Branchen stärker betroffen sind.

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