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Mehr Hunde, weniger Beißvorfälle: Hunderegister zeigt Trends in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der registrierten Hunde in Sachsen-Anhalt ist weiter gestiegen. Nach aktuellen Angaben des Landesverwaltungsamtes waren zum Stichtag 1. Januar 2026 insgesamt 184.012 Hunde im Zentralen Hunderegister erfasst. Damit setzt sich der kontinuierliche Anstieg der vergangenen Jahre fort, wenn auch in abgeschwächter Form.

Ein Blick auf die beliebtesten Hunderassen zeigt zugleich eine bemerkenswerte Konstanz: Der Labrador Retriever führt seit inzwischen 17 Jahren die Rangliste an. Dahinter folgen der Deutscher Schäferhund und der Jack Russell Terrier. Auch Rassen wie Französische Bulldogge, Chihuahua oder Golden Retriever gehören weiterhin zu den häufig vertretenen Hunden im Land.

Das Zentrale Hunderegister, das seit 2009 beim Landesverwaltungsamt geführt wird, bündelt die Daten aus den Steuerämtern aller Kommunen. Dort müssen Hundehalter ihre Tiere anmelden. Neben der reinen Erfassung dient das Register auch der Gefahrenabwehr: Für bestimmte Hunde gelten zusätzliche Pflichten wie Kennzeichnung per Transponder, Wesenstest oder Sachkundenachweis.

Während die Zahl der Hunde steigt, ist bei den Beißvorfällen eine gegenläufige Entwicklung zu beobachten. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 84 Vorfälle registriert – ein deutlicher Rückgang gegenüber 115 Fällen im Vorjahr. Die meisten Vorfälle betrafen Menschen (58 Fälle), gefolgt von Angriffen auf andere Hunde (23 Fälle) sowie wenige Fälle mit anderen Tieren.

Bei der Auswertung nach Rassen zeigt sich, dass der Deutsche Schäferhund mit 13 Vorfällen die höchste absolute Zahl aufweist, jedoch gemessen an seiner großen Population nur einen geringen Anteil hat. Auffällig ist dagegen der Pyrenäen-Berghund, der zwar deutlich seltener gehalten wird, aber den höchsten prozentualen Anteil an Vorfällen aufweist.

Die Behörden führen den Rückgang der Beißvorfälle unter anderem auf ein gestiegenes Verantwortungsbewusstsein der Halterinnen und Halter sowie auf bestehende gesetzliche Regelungen zurück. Dazu zählen verpflichtende Maßnahmen wie Wesenstests, Sachkundenachweise oder im Einzelfall Leinen- und Maulkorbpflichten.

Insgesamt zeigt die Entwicklung ein differenziertes Bild: Die Hundehaltung bleibt in Sachsen-Anhalt beliebt und nimmt weiter zu, während gleichzeitig die Zahl sicherheitsrelevanter Vorfälle rückläufig ist.

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