Im Jahr 2025 haben 2.915 ausländische Personen in Sachsen-Anhalt die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, stieg die Zahl der Einbürgerungen gegenüber dem Vorjahr um 102 Personen beziehungsweise 3,6 Prozent.
Von den Eingebürgerten waren 1.564 Männer und 1.351 Frauen. Die meisten Personen kamen ursprünglich aus asiatischen Staaten. Ihr Anteil lag bei 68,3 Prozent. Weitere 22,1 Prozent besaßen zuvor eine europäische und 4,9 Prozent eine afrikanische Staatsangehörigkeit.
Menschen aus Syrien bildeten zum sechsten Mal in Folge die größte Gruppe der Eingebürgerten. Ihre Zahl ging jedoch deutlich zurück. 1.013 Syrerinnen und Syrer erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft, das waren 31 Prozent weniger als im Vorjahr. Zu den weiteren häufig vertretenen Herkunftsländern gehörten Russland mit 233 Einbürgerungen, die Ukraine mit 173 sowie Afghanistan mit 117 Einbürgerungen.
Mehr als ein Viertel der Eingebürgerten war jünger als 18 Jahre. Die größte Altersgruppe stellten die 18- bis unter 35-Jährigen mit 941 Personen. Insgesamt wurden Menschen aus 106 verschiedenen Staaten eingebürgert.
Die meisten Einbürgerungen erfolgten in den kreisfreien Städten. An der Spitze lag Halle (Saale) mit 579 Einbürgerungen vor Magdeburg mit 535 und Dessau-Roßlau mit 227. Unter den Landkreisen verzeichnete der Salzlandkreis mit 241 Einbürgerungen den höchsten Wert. Die stärksten Zuwächse wurden im Landkreis Harz mit 78,8 Prozent und im Salzlandkreis mit 56,5 Prozent registriert.
Die Mehrheit der Einbürgerungen erfolgte auf Grundlage eines mindestens fünfjährigen rechtmäßigen Aufenthalts in Deutschland. Zudem wurden zahlreiche Ehepartner und minderjährige Kinder im Rahmen von Miteinbürgerungen eingebürgert.