Sachsen-Anhalt hat im ersten Halbjahr 2026 mehr Bauvorhaben genehmigt als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden für insgesamt 1.319 Wohn- und Nichtwohngebäude Baugenehmigungen erteilt – ein Plus von 8,0 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025.
Auf Wohngebäude entfielen 909 Genehmigungen, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch deutlicher fiel der Anstieg bei den Nichtwohngebäuden aus: Hier wurden 410 Genehmigungen erteilt, 19,5 Prozent mehr. Insgesamt waren 729 Vorhaben als Neubau geplant.
Trotz der höheren Zahl an Genehmigungen entsteht allerdings weniger Wohnraum. Für das erste Halbjahr wurden insgesamt 1.313 Wohnungen genehmigt – 7,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Davon sollen 977 Wohnungen in Neubauten entstehen, weitere Einheiten im Zuge von Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden.
Das genehmigte Bauvolumen hatte einen Wert von insgesamt 709,1 Millionen Euro. Den größten Anteil daran hatten Nichtwohngebäude: Auf sie entfielen 450,1 Millionen Euro beziehungsweise 63,5 Prozent der veranschlagten Kosten. Mit 238 genehmigten Vorhaben bildeten nichtlandwirtschaftliche Betriebsgebäude dabei die größte Unterkategorie.
Die Zahlen zeigen damit ein zwiespältiges Bild: Die Bautätigkeit nimmt gemessen an den Genehmigungen zu, der Wohnungsbau bleibt dagegen rückläufig.
Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt