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Mehr ausländischer Berufsnachwuchs in Sachsen-Anhalt

Immer mehr junge Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit beginnen in Sachsen-Anhalt eine Ausbildung. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland in den vergangenen zehn Jahren von rund 200 (2014) auf 750 (2024) gestiegen. Knapp 400 davon kamen aus klassischen Asylherkunftsländern, weitere 100 aus der Ukraine.

Auch die Zahl der Auszubildenden mit ausländischem Pass hat deutlich zugenommen: Während 2014 nur knapp 500 junge Menschen in Sachsen-Anhalt in Ausbildung waren, waren es 2024 bereits 3.100. Besonders stark vertreten sind sie im Gesundheitswesen (32,8 Prozent), im Gastgewerbe (21,8 Prozent) und im verarbeitenden Gewerbe (11,2 Prozent).

Markus Behrens, Vorsitzender der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt – Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont: „Junge Ausländerinnen und Ausländer spielen eine immer wichtigere Rolle bei der Besetzung von Lehrstellen in Sachsen-Anhalt. Sie tragen zur Fachkräftesicherung bei. Ihre Integration in den Ausbildungsmarkt ist nicht nur eine soziale, sondern auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit für die Region.“

Herausfordernd bleibt jedoch die sprachliche Integration. Zwar bringen viele Jugendliche Grundkenntnisse mit, doch gerade die Fachsprache eines Berufs erfordert zusätzliche Unterstützung. Daher bietet die Bundesagentur für Arbeit neben Sprach- und Förderunterricht auch sozialpädagogische Begleitung, Ausbildungsbegleitung sowie Einstiegsqualifizierungen an. Diese können fehlende Kompetenzen ausgleichen und den Übergang in eine reguläre Ausbildung erleichtern.

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