In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr insgesamt 478 Gebäude aus dem Bestand verschwunden. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden 230 Wohngebäude sowie 248 Nichtwohngebäude abgerissen oder zurückgebaut. Besonders betroffen waren ältere Gebäude: Fast alle abgehenden Bauten waren vor 1991 errichtet worden.
Durch den Verlust der Wohngebäude gingen landesweit 1.024 Wohnungen verloren. Die betroffene Wohnfläche summierte sich auf rund 53.100 Quadratmeter. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der abgehenden Wohngebäude leicht um 3,4 Prozent.
Deutlich stärker fiel der Rückgang bei den Nichtwohngebäuden aus. Mit 248 abgehenden Gebäuden lag ihre Zahl um 33,1 Prozent unter dem Niveau von 2024. Die betroffene Nutzfläche betrug insgesamt rund 373.100 Quadratmeter. Auch hier handelte es sich überwiegend um ältere Bauten; lediglich 16 Gebäude waren nach 1990 errichtet worden.
Wohnungen in Nichtwohngebäuden spielten beim Bauabgang kaum eine Rolle. Durch Abriss oder Rückbau solcher Gebäude gingen lediglich 17 Wohnungen verloren.
Die Statistik zum Bauabgang erfasst neben Abrissen und Rückbauten auch Teilabbrüche sowie Angaben zum Baujahr, zur Eigentümerstruktur und zu den betroffenen Wohn- und Nutzflächen. Sie liefert damit wichtige Hinweise auf die Entwicklung des Gebäudebestandes im Land.
Foto: Thomas Ziegler. (Abbruch Campus-Hochhaus).