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MDR berichtet über Stimmenkauf-Vorwürfe bei AfD-Kandidatenkür im Harz

Die Nominierung des AfD-Direktkandidaten Frank-Ronald Bischoff für den Wahlkreis 16 (Wernigerode) steht nach einem Bericht des Mitteldeutscher Rundfunk unter erheblichem Druck. Mehrere Parteimitglieder zweifeln demnach die Rechtmäßigkeit der Wahl an und werfen dem Kandidaten eine mögliche Manipulation des Nominierungsverfahrens vor.

Konkret geht es um den Vorwurf, Bischoff habe Mitbewerbern Jobs als Wahlkreismitarbeiter angeboten, um deren Stimmenverzicht zu erreichen. Nach MDR-Informationen liegt ein Arbeitsvertrag vor, in dem einem Konkurrenten für zehn Wochenstunden zunächst 1.500 Euro monatlich zugesichert worden sein sollen. Kurz vor der Abstimmung sei das Angebot mündlich auf 2.000 Euro erhöht worden. Der betroffene Mitbewerber habe das Angebot jedoch abgelehnt und kandidiert. (TAG24)

Die Wahl in Badeborn verlief über drei Wahlgänge. Im entscheidenden dritten Durchgang setzte sich Bischoff mit 18 zu 15 Stimmen durch, nachdem ein weiterer Kandidat seine Bewerbung zurückgezogen hatte. Gerade dieser Verlauf nährt innerhalb des Kreisverbandes Zweifel an einem ordnungsgemäßen Ablauf. (TAG24)

Laut MDR sollen auch gegenüber weiteren Mitbewerbern ähnliche Angebote im Raum gestanden haben. In einer Sitzung des Kreisvorstandes sei Bischoff mit den Vorwürfen konfrontiert worden. Eine Stellungnahme habe er mit Verweis auf mögliche strafrechtliche Konsequenzen verweigert. Der Sachverhalt soll nun parteiintern weiter geprüft werden. (TAG24)

Der Landesverband der AfD Sachsen-Anhalt hat sich bislang nicht inhaltlich zu den Vorwürfen geäußert. Für den Kandidaten gilt die Unschuldsvermutung.

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