Die jüngsten personellen Umstrukturierungen im Büro von Halles Oberbürgermeister Alexander Vogt haben aus Sicht der Linksfraktion im Stadtrat neue Kritik ausgelöst. Die Fraktion bezeichnet das Vorgehen als „chaotisches Personalkarussell“ und fordert eine umfassende Aufklärung. Anlass sind die laufenden Entlassungen enger Mitarbeiter des Oberbürgermeisters, nachdem bereits ein persönlicher Referent das Amt verlassen musste.
Fraktionsvorsitzende Katja Müller bemängelte, dass der Oberbürgermeister monatelang Zweifel an Qualifikation und Eingruppierung seines Referenten ignoriert habe. Erst nach öffentlichen Prüfverfahren durch Staatsanwaltschaft und Landesverwaltungsamt sei gehandelt worden. Nun würden weitere Mitarbeiter ausgetauscht, deren Einstellung von Beginn an kritisiert worden sei. Müller bezeichnete dies als „angstgetriebenen Versuch“, eigene Verantwortung zu vermeiden.
Die Linksfraktion fordert Transparenz bei der Einstellung und Eingruppierung von Referenten. Es müsse offengelegt werden, welche Prüfmechanismen versagt haben und wie die Entscheidungen zur Qualifikation und Gehaltsstufe getroffen wurden. Die Fraktion betont, dass intransparente Personalentscheidungen nicht nur das Vertrauen in die Stadtspitze beeinträchtigen, sondern auch die übrigen Mitarbeiter belasten und die städtischen Finanzen tangieren.