Die Landesvorsitzenden der Die Linke in Sachsen-Anhalt, Janina Böttger und Hendrik Lange, haben die jüngsten Einschätzungen von Gewerkschaften zum Programm der Alternative für Deutschland ausdrücklich begrüßt. Diese hatten das Programm der Partei als nicht arbeitnehmerfreundlich bewertet.
Hendrik Lange erklärte, die Warnungen aus den Reihen von Deutscher Gewerkschaftsbund, ver.di, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und IG Metall machten deutlich, dass die AfD keine tragfähigen Antworten auf die Probleme von Beschäftigten habe. Wenn Gewerkschaften gemeinsam feststellten, dass das Programm „herzlich wenig“ mit den Interessen abhängig Beschäftigter zu tun habe, sei dies ein deutliches Signal.
Nach Ansicht der Linken fehle es der AfD an konkreten Konzepten für zentrale Fragen der Arbeitswelt, etwa zur sozialen Absicherung im Strukturwandel, zum Schutz von Tarifverträgen oder zur Sicherung fairer Löhne. Stattdessen setze die Partei auf Themen, die an den tatsächlichen Herausforderungen vieler Beschäftigter vorbeigingen.
Janina Böttger verwies zudem auf Betriebsratswahlen, bei denen rechte Listen bislang kaum Erfolge erzielen konnten. Dies zeige, dass Beschäftigte bei konkreten Arbeitsbedingungen stärker auf klassische Interessenvertretungen setzten.
Mit Blick auf die Landtagswahl am 6. September rief die Linke dazu auf, diese Maßstäbe auch bei der Wahlentscheidung anzulegen. Die Partei betont dabei ihre Position für eine aktive Strukturpolitik, den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie eine Stärkung von Mitbestimmung und sozialen Sicherungssystemen.
2 comments on “Linke pflichtet Gewerkschaften bei: AfD ist keine Arbeitnehmerpartei”
Das werden die Wähler aus der Arbeiterschaft selbst entscheiden.
Echt jetzt?