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Linke Halle sieht deutliche Mietsteigerungen – Forderung nach Regulierung

Die Die Linke Halle zieht eine erste Bilanz ihres vor einem Monat gestarteten Mietenchecks und sieht darin Hinweise auf deutlich steigende Wohnkosten in der Stadt. Das kostenlose Angebot dient der Prüfung von Mieterhöhungsschreiben und wird nach Angaben der Partei rege genutzt.

Nach Auswertung der bislang eingereichten Fälle seien die Mieten im Durchschnitt um 19,6 Prozent erhöht worden. In einzelnen Fällen vermutet die Linke zudem Verstöße gegen geltendes Mietrecht. Kritisiert werden unter anderem fehlerhafte Angaben zur Wohnung sowie die Missachtung gesetzlicher Grenzen bei Mieterhöhungen.

Der Landtagskandidat Jannik Balint sieht darin ein grundsätzliches Problem des Wohnungsmarktes in Halle (Saale). Die Entwicklung bestätige, dass die Mieten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen seien und mit der Einkommensentwicklung vieler Haushalte nicht Schritt hielten. Die Partei fordert daher, Halle offiziell als angespannten Wohnungsmarkt auszuweisen und soziale Wohnungsanbieter stärker zu fördern.

Auch aus dem Prüferteam kommt Kritik. Nathalie Roscher verweist darauf, dass nahezu täglich neue Fälle geprüft würden und dabei wiederholt Unregelmäßigkeiten auffielen. Ohne Beratungsangebote würden viele dieser Fälle unentdeckt bleiben.

Die Linke lädt alle Hallenserinnen und Hallenser weiter dazu ein, das neue kostenlose Angebot unter www.dielinke-halle.de/mietspiegel zu nutzen, um ihre nächste Mieterhöhung prüfen zu lassen. Zudem ist für den 12. Mai eine öffentliche Veranstaltung geplant, bei der gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Caren Lay über mögliche Maßnahmen wie eine Mietendeckelung diskutiert werden soll.

One comment on “Linke Halle sieht deutliche Mietsteigerungen – Forderung nach Regulierung”

  1. 19,6% Steigerung bei den eingereichten Fällen sagt nichts über die Mietpreisentwicklung in der Stadt. Verstöße werden vermutet, sollte man nach der Prüfung wissen.
    Die Dame ist noch jung, konnte 1990 die Errungenschaften eines durchregulierten Wohnungsmarktes nicht bei einem Stadtspaziergang erleben.

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