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Leopoldina-Vortrag: Gendermedizin kann Leben retten

Warum die Berücksichtigung von Geschlechterunterschieden in der Medizin lebenswichtig sein kann, erläutert die Medizinerin Prof. Dr. Ute Seeland am 17. Juni bei einer öffentlichen Leopoldina-Vorlesung in Halle (Saale). Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Hauptgebäude der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Seeland ist Professorin für geschlechtersensible Medizin an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und leitet die deutschlandweit erste Hochschulambulanz für geschlechtersensible Medizin. In ihrem Vortrag „Geschlechtersensible Medizin – wieso, weshalb, warum?“ wird sie darstellen, wie biologische Merkmale und soziale Faktoren die Diagnose und Behandlung von Krankheiten beeinflussen können.

Nach Angaben der Wissenschaftlerin zeigen sich Unterschiede etwa bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. So würden Herzinfarkte bei Frauen häufig später erkannt, weil die Symptome von den klassischen Lehrbuchbeschreibungen abweichen. Auch in der medizinischen Forschung seien Frauen bei klinischen Studien und der Entwicklung neuer Therapien lange Zeit nicht ausreichend berücksichtigt worden.

Vor der Vorlesung überreicht Leopoldina-Präsidentin Bettina Rockenbach um 17.30 Uhr die Mitgliedsurkunden an neu aufgenommene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Klasse Medizin.

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei. Eine Anmeldung ist erforderlich. Am 18. Juni schließt sich ein Fachsymposium mit Vorträgen zu aktuellen medizinischen Forschungsthemen an.

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