Im Ausbildungsjahr 2024 ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung in Sachsen-Anhalt leicht gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden 10 239 Neuverträge registriert, 93 bzw. 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Seit 2013 bewegt sich die Zahl der Neuabschlüsse konstant um die Marke von 10 000 pro Jahr.
Entwicklung in den
Wirtschaftsbereichen
Im Bereich Industrie und Handel wurden 6 225 neue Verträge
geschlossen, was einem Rückgang um 186 bzw. 2,9 Prozent entspricht.
Auch im Handwerk fiel die Zahl der Neuabschlüsse um 60 bzw. 2,3
Prozent auf 2 541. Zuwächse verzeichneten dagegen die
Landwirtschaft mit einem Plus von 42 Verträgen (10,4 Prozent) sowie
der öffentliche Dienst mit einem Zuwachs von 30 Verträgen (7,2
Prozent). Besonders deutlich stiegen die Zahlen bei den freien
Berufen mit 78 zusätzlichen Verträgen (16,9 Prozent) und in der
Hauswirtschaft mit einem leichten Plus von 3 Neuabschlüssen (7,1
Prozent).
Beliebteste
Ausbildungsberufe
Unter den Frauen (3 399 Neuverträge) führten die Berufe Kauffrau
für Büromanagement (336), Verkäuferin (333) und Kauffrau im
Einzelhandel (252) die Rangliste an. Bei den Männern (6 840
Neuverträge) standen Kraftfahrzeugmechatroniker (564), Verkäufer
(291) und Industriemechaniker (264) an der Spitze der
Auswahlliste.
Starker Anstieg bei
Auszubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Besonders dynamisch entwickelte sich die Zahl der neuen Verträge
von Auszubildenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit. 1 041
Personen unterzeichneten 2024 einen Ausbildungsvertrag, was einem
Anstieg um 219 bzw. 26,6 Prozent entspricht. Ihr Anteil an allen
Neuverträgen lag damit bei 10,2 Prozent. Bei den weiblichen
Auszubildenden in dieser Gruppe lagen die Berufe Fachfrau für
Restaurants und Veranstaltungsgastronomie sowie zahnmedizinische
Fachangestellte (jeweils 42 Verträge) vorn, gefolgt von Fachkraft
für Gastronomie (33). Bei den männlichen Auszubildenden führten
Koch (72), Fachkraft für Gastronomie (54) und
Kraftfahrzeugmechatroniker (45) die Liste an.
Fazit
Trotz des leichten Rückgangs bei den Neuabschlüssen bleibt die
duale Berufsausbildung in Sachsen-Anhalt stabil. Die Zuwächse in
bestimmten Branchen und der deutliche Anstieg bei Auszubildenden
mit ausländischer Staatsangehörigkeit zeigen, dass einzelne
Segmente dynamisch wachsen. Die demografische Entwicklung und der
zunehmende Fachkräftebedarf dürften die Ausbildungszahlen in den
kommenden Jahren weiterhin beeinflussen.