Sachsen-Anhalt – Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse gehört zu den Grundlagen gesunden Lebens. Doch für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist sie in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt sind die Preise für Nahrungsmittel seit 2021 insgesamt um mehr als ein Drittel gestiegen.
Besonders stark verteuerten sich Molkereiprodukte und Eier mit einem Plus von 43,8 Prozent. Auch Brot und Getreideerzeugnisse (+42,6 Prozent) sowie Speisefette und -öle (+42,3 Prozent) verzeichneten erhebliche Preiszuwächse. Für Fleisch und Fleischwaren mussten Kundinnen und Kunden 29,4 Prozent mehr bezahlen, Fisch und Meeresfrüchte verteuerten sich um 27,5 Prozent. Obst (+25,5 Prozent) und Gemüse (+26,5 Prozent) wurden ebenfalls deutlich kostspieliger.
Im Vergleich zur allgemeinen Inflation fällt der Anstieg bei Lebensmitteln besonders ins Gewicht. Während die Gesamtteuerung im Fünfjahreszeitraum bei 19,7 Prozent lag, betrug die Preissteigerung bei Nahrungsmitteln 34,7 Prozent. Ihren Höhepunkt erreichte die Entwicklung in den Jahren 2022 und 2023 mit zweistelligen Zuwachsraten.
Erst 2025 entspannte sich die Lage leicht. Einzelne Warengruppen wie Gemüse (-0,8 Prozent) sowie Speisefette und Speiseöle (-1,6 Prozent) wurden wieder günstiger. Ursache waren vor allem sinkende Preise bei Kartoffeln und Olivenöl.
Anlässlich der Grünen Woche 2026 verweist das Statistische Landesamt darauf, dass steigende Lebensmittelpreise zunehmend Einfluss auf das Konsumverhalten nehmen. Weitere detaillierte Daten sind über die Verbraucherpreisstatistik des Landes abrufbar.