Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat das Landesgesetz zur Umsetzung des Wärmeplanungsgesetzes des Bundes beschlossen. Künftig sind Städte und Gemeinden verpflichtet, bis spätestens 2028 kommunale Wärmepläne zu erstellen. Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann betonte, dass die Wärmeplanung sowohl Bürgerinnen und Bürgern als auch Unternehmen Orientierung bei der Wahl von Heiztechnik und Investitionen bietet.
Das Landesgesetz ist praxisnah ausgestaltet und sieht einen finanziellen Ausgleich für Gemeinden und Verbandsgemeinden vor. Die Umsetzung wird mit rund 12 Millionen Euro Bundesmitteln unterstützt, wobei der Ausgleich unter anderem nach Einwohnerzahl der Kommune erfolgt. Auch Folgekosten für Aktualisierungen der Wärmepläne werden berücksichtigt.
Bereits frühzeitig haben 96 von 218 Kommunen mit der Wärmeplanung begonnen, 61 Kommunen haben ihre Konzepte abgeschlossen. Auch die Städte Magdeburg und Halle konnten ihre Pläne vorzeitig vorlegen. Willingmann bezeichnete Sachsen-Anhalt als auf gutem Weg, eine wichtige Grundlage für die Wärmewende zu schaffen.
Der Minister verwies zudem auf offene Fragen der Berliner Koalition zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz, das das bisherige Gebäudeenergiegesetz ersetzen soll. Insbesondere der Einsatz klimaneutraler Bio-Brennstoffe und der Schutz von Mieterinnen und Mietern vor steigenden Heizkosten sei noch zu klären. Willingmann betonte die Bedeutung einer gerechten Heizungspolitik für Eigenheimbesitzer und Mieter.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes werden in Sachsen-Anhalt rund 1,2 Millionen Wohnungen folgendermaßen beheizt: 672.612 Wohnungen (53,2 %) mit Gas, 323.308 Wohnungen mit Fernwärme, 157.640 Wohnungen mit Heizöl, 23.874 Wohnungen mit Solar-/Geothermie oder Wärmepumpen.
2 comments on “Landtag beschließt Ausführungsgesetz zur kommunalen Wärmeplanung”
Planung oder wilde Spekulation?
Aus der Wärmeplanung der Stadt Halle:
„Handlungsfeld Wärmeerzeugung – Maßnahme Abwärme aus Rechenzentren“
„Perspektivisch ist die Ansiedlung von Rechenzentren in Halle möglich. Aufgrund der
energieintensiven Rechenleistung steht durch die Abführung der Wärme durch Kühlprozesse ein
für die Wärmeversorgung nutzbares Abwärmepotenzial zur Verfügung. Dieses kann mittels
Wärmepumpen auf ein höheres Temperaturniveau gebracht werden und in das bestehende
Fernwärmenetz eingespeist werden.
Die Umsetzung ist abhängig von der Errichtung der Rechenzentren und zeitlich ungewiss, sodass
sich zunächst auf andere Projekte fokussiert wird (siehe Geothermie / Industrielle Abwärme /
EBS).“
Von wieviel Rechenzentren träumt die Stadt eigentlich? genausogut könnte man auch noch zehn Spaßbäder errichten und deren Abwärme nutzen.
Ökologisch sinnvoll wäre das genauso.