Nach mehr als drei Jahrzehnten Tätigkeit für die Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt wird die Landeskonservatorin Elisabeth Rüber-Schütte zum Ende des Monats in den Ruhestand verabschiedet. Kulturminister Rainer Robra würdigte bei einer Feierstunde in der Staatskanzlei ihre Verdienste um den Erhalt und die Erforschung des kulturellen Erbes des Landes.
Rüber-Schütte war seit 1994 im Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie tätig. Zunächst arbeitete die promovierte Kunsthistorikerin als Gebietsreferentin in der praktischen Denkmalpflege. Später betreute sie unter anderem die Landkreise Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode. Im Jahr 2011 übernahm sie die Leitung der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, bevor sie 2021 zur Landeskonservatorin berufen wurde.
In ihrer Funktion war sie für die Erfassung und Betreuung von Kulturdenkmalen sowie für die fachliche Begleitung denkmalpflegerischer Maßnahmen verantwortlich. Einen besonderen Schwerpunkt ihrer Arbeit bildete die Betreuung der mehr als 80 Stationen der Straße der Romanik. Dabei koordinierte sie die denkmalfachliche Begleitung von Sanierungen und trug zur wissenschaftlichen Erforschung der romanischen Bauwerke bei.
Auch der Landesarchäologe Harald Meller hob die Bedeutung ihrer Arbeit hervor. Sachsen-Anhalt verfüge über eine außergewöhnlich hohe Dichte bedeutender Kulturdenkmale, darunter mehrere UNESCO-Welterbestätten. Rüber-Schütte habe wesentlich dazu beigetragen, diese Zeugnisse der Geschichte zu bewahren und weiterzuentwickeln.
Die Aufgaben der Landeskonservatorin umfassen neben der praktischen Denkmalpflege auch die wissenschaftliche Dokumentation von Kulturdenkmalen sowie die Weiterentwicklung denkmalpflegerischer Methoden. Die Nachfolge von Elisabeth Rüber-Schütte ist bislang noch nicht geregelt. Das Besetzungsverfahren für die Stelle läuft derzeit.