Magdeburg. Sachsen-Anhalts Kommunen sollen beim Aufbau sogenannter Katastrophenschutz-Leuchttürme unterstützt werden. Das Land stellt dafür in den kommenden Jahren insgesamt rund 13,8 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur bereit.
Die Einrichtungen sollen insbesondere bei großflächigen und länger andauernden Stromausfällen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen. Dort sollen Bürgerinnen und Bürger Informationen erhalten, Hilfe anfordern oder Hilfsangebote vermitteln können. Vorgesehen sind zudem Möglichkeiten zum Laden medizinisch wichtiger Kleingeräte sowie Erste-Hilfe- und Notversorgungsangebote.
Die Leuchttürme werden in drei Kategorien eingeteilt. Einrichtungen der ersten Kategorie sollen auf Gemeindeebene eine grundlegende Versorgung sicherstellen. Dazu gehören unter anderem eine Notstromversorgung, Informationen über die aktuelle Lage sowie eine Mindestversorgung mit Trinkwasser und Verpflegung. In den höheren Kategorien für Landkreise und kreisfreie Städte sind zusätzliche Angebote wie WLAN, psychosoziale Unterstützung und Aufwärmmöglichkeiten vorgesehen.
Einheits- und Verbandsgemeinden können für Aufbau und Ausstattung bis zu 50 Prozent der Kosten, maximal jedoch 90.000 Euro, erhalten. Für Landkreise und kreisfreie Städte sind je nach Kategorie Förderungen von bis zu 200.000 Euro vorgesehen.
Innenministerin Tamara Zieschang rief die Kommunen dazu auf, die Fördermöglichkeiten zeitnah zu nutzen. Zugleich appellierte sie an die Bevölkerung, auch selbst Vorsorge für mögliche längere Stromausfälle zu treffen, etwa mit batteriebetriebenen Radios, Taschenlampen sowie Wasser- und Lebensmittelvorräten.
Anträge können bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gestellt werden. Förderfähig sind Maßnahmen, die nach dem 31. Dezember 2024 begonnen wurden.
Quelle: Ministerium für Inneres und Sport Sachsen-Anhalt