Ein Wiedersehen in Halle: Der Bildhauer Timm Kregel kehrt mit einer poetischen Werkschau zurück an seine künstlerischen Wurzeln.
Halle (Saale) – Unter dem Titel „natura sublimata II – Skulptur und Grafik“ zeigt der Hallesche Kunstverein vom 7. August bis 27. September 2025 neue Arbeiten des Leipziger Künstlers Timm Kregel. Die Ausstellung in der Kleinen Galerie (Große Klausstraße 18) ist nicht nur ein kunsthistorisches Ereignis, sondern auch ein persönliches Wiedersehen: Kregel, 1957 in Leipzig geboren, hat in Halle an der Burg Giebichenstein studiert und war hier u. a. am Puppentheater tätig.
Die Eröffnung findet am Mittwoch, dem 6. August um 18 Uhr statt. Zur Einführung spricht der Hallenser Kunsthistoriker Dr. Joachim Penzel.
Im Zentrum der Ausstellung stehen Skulpturen und Grafiken, die sich mit der Natur als Wirklichkeit und Idee befassen. Anders als klassische Naturdarstellungen bietet Kregel keine Imitation des Sichtbaren – seine plastischen Formen verwandeln Natur in eine transparente Übernatur, in poetisch durchwirkte Sedimente aus Metall, Licht und Raum.
Schon mit seinen monumentalen Arbeiten für das Proteinzentrum der Universität Halle („Tanfords Garten“) und der Bauernkriegssäule in Mühlhausen, die eine Zeichnung Dürers plastisch ins Monumentale überträgt, hat Kregel überregionale Aufmerksamkeit erlangt. Nun sind seine Skulpturen in Halle in einem intimen Maßstab zu erleben: filigran, suggestiv und zugleich von hohem formalen Ernst geprägt.
Die Werke, schreibt der Kunstverein, seien eine „körperliche Poesie des Wunderbaren“, in der sich das Zusammenspiel von Natur und Kunst zu einem eigenständigen Gestaltungswillen verdichtet. „natura sublimata“ – das ist eine Erhebung des Natürlichen ins Künstlerisch-Transzendente, eine stille Feier der Form jenseits der Oberfläche.
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