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„Kunst im Kaufhof“: Moritzburg zieht während Sanierung an den Markt

Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) wird ab Herbst 2028 für mehrere Jahre in das ehemalige Galeria-Kaufhof-Gebäude am Marktplatz umziehen. Grund sind umfangreiche Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Moritzburg. Die Rückkehr an den angestammten Standort ist für das Jahr 2033 geplant.

Geplant sind Arbeiten an der historischen Burgbrücke, der technischen Infrastruktur sowie am Dach des modernen Erweiterungsbaus aus dem Jahr 2008. Nach Angaben der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt ist eine Sanierung bei laufendem Museumsbetrieb aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Deshalb wurde nach einem Ausweichquartier gesucht. Mit dem ehemaligen Kaufhof-Gebäude am Markt sei eine zentrale Lösung gefunden worden. Der Mietvertrag mit der Stadtbau AG wurde bereits im März 2026 unterzeichnet.

Insgesamt fließen rund 25 Millionen Euro in die Maßnahmen an der Moritzburg und das Interim. Finanziert wird das Projekt über das Sonderinvestitionsprogramm von Bund und Land. Das Übergangsquartier selbst wird vollständig aus Bundesmitteln getragen.

Für das Museum bedeutet der Umzug eine logistische Großaufgabe. Rund 250.000 Sammlungsobjekte müssen erfasst, konservatorisch vorbereitet und transportiert werden. Gleichzeitig arbeitet das Museum an neuen Ausstellungskonzepten für den Standort mitten in der Innenstadt. Auch während der Sanierung sollen bedeutende Werke unter anderem von Franz Marc, Gustav Klimt, Lyonel Feininger oder Wolfgang Mattheuer öffentlich zu sehen bleiben.

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bezeichnete das Projekt als wichtiges Signal für die Sichtbarkeit der Sammlung während der Bauzeit. Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra sprach von einer hervorragenden Lösung, die Kunst stärker ins Zentrum der Stadt rücke.

Langfristig soll das Museum von den Arbeiten profitieren. Vorgesehen ist unter anderem eine erweiterte Ausstellungsfläche, ein neuer Bereich für das Landesmünzkabinett sowie die Wiedereröffnung des historischen Kuppelsaals.

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