Am 29. Mai hatten hunderte Menschen in Halle und Merseburg friedlich für eine offene Gesellschaft demonstriert und gegen die extreme Rechte protestiert. Während die Demonstration in Halle und zunächst auch in Merseburg friedlich und ohne Zwischenfälle verlief, wurde sie jedoch in Merseburg von einem in der Provinz bekannten Rechtsextremisten massiv gestört.
Leider soll es im Anschluss an die Demonstration nicht etwa zu polizeilichen Maßnahmen gegen den Störer gekommen sein, sondern gegenüber friedlichen Demonstrationsteilnehmern, wie zumindest der Verein „Miteinander e.V.“ beklagt.
„Stundenlang durfte ein
landesweit bekannter Rechtsextremer die Kundgebung in Merseburg
stören, die Protestierenden beleidigen und einzelne Engagierte
ungestraft abfilmen.“, sagte Pascal Begrich, Geschäftsführer von
Miteinander e.V. am Dienstag in Magdeburg. „Hier wäre ein
Eingreifen der Polizei geboten. Stattdessen wurden Proteste gegen
die rechten Störaktionen harsch unterbunden.“
Über die polizeilichen Maßnahmen
äußert sich der Verein wie folgt:
„Gegen Ende der Veranstaltung ging die Polizei offenbar grundlos
mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen Teilnehmende vor. Ein
Mitarbeiter des
Vereins, der die Kundgebung im dienstlichen Auftrag begleitete,
wurde ohne erkennbaren Anlass geschlagen, gefesselt und über
längere Zeit gewaltsam auf Abstand gebracht. Er erlitt dabei
Verletzung, die ärztlich behandelt werden mussten: Wir sind
entsetzt über das unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei und
prüfen derzeit die Einleitung rechtlicher Schritte.“
Auch der Vorsitzende der grünen Landtagsfraktion, Sebastian Striegel, hat sich bereits auf Twitter zu der Angelegenheit geäußert und fordert Aufklärung: „Unsere #Solidarität gilt unserem Kollegen und allen Betroffenen der #Polizeigewalt. Unsere #Solidarität gilt allen, die in #Merseburg sowohl durch Rechte als auch durch Polizisten eingeschüchtert wurden. Das Agieren der Polizei muss aufgeklärt und aufgearbeitet werden. #mer2905″
3 comments on “Kritik an Polizeigewalt in Merseburg nach „#unteilbar“-Demo. Sebastian Striegel fordert Aufklärung”
In Halle ist nichts passiert, obwohl die Diakonischwestern gegen das Kopftuchverbot verstoßen haben?
die Polizei in Halle ist dringend zu qualifizieren!
Extremistische Tendenzen bei unteilbar, unerhört!
„…ging die Polizei offenbar grundlos …“. Aber sicher doch. Macht euch nicht lächerlich mit euren Vermutungen. Oder heult wenigstens leise.
In einigen Parteien gibt es solche Schreihälse. Das vereinfacht die Wahlentscheidung. Ich werde nach einer Pause wieder wählen gehen. Ich habe überlegt: Regen, Traufe oder niemanden. Traufe ist schlimmer als Regen. Niemanden wählen, hilft vielleicht der Traufe. Also wähle ich den Regen.