Die kommunalen Kernhaushalte in Sachsen-Anhalt haben Ende 2025 einen Schuldenstand von 3,71 Milliarden Euro erreicht. Das sind 264,3 Millionen Euro beziehungsweise 7,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Pro Einwohner entspricht dies einer Verschuldung von 1.746 Euro, wie das Statistische Landesamt mitteilte.
Den höchsten Schuldenstand aller Kommunen im Land weist weiterhin Halle (Saale) auf. Die Stadt ist mit 811,2 Millionen Euro verschuldet – ein Plus von 17,4 Prozent gegenüber 2024. Davon entfallen 368,7 Millionen Euro auf Investitionskredite und 442,5 Millionen Euro auf Kassenkredite, die der kurzfristigen Liquiditätssicherung dienen.
Auch die Landeshauptstadt Magdeburg verzeichnete einen Anstieg auf 588,4 Millionen Euro, während Dessau-Roßlau auf 53,6 Millionen Euro Investitionskredite kommt und keine Kassenkredite ausweist.
Insgesamt konnten 142 Kommunen ihre Schulden im vergangenen Jahr abbauen. Vollständig schuldenfrei sind die Städte Klötze und Braunsbedra, die Gemeinde Schkopau sowie 39 Mitgliedsgemeinden von Verbandsgemeinden.
Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Land weist die Stadt Nienburg (Saale) mit 5.658,94 Euro je Einwohner auf. Deutlich gestiegen ist die Verschuldung auch in Teutschenthal, wo Investitionen in den Neubau einer Grundschule, einer Kindertagesstätte sowie in den Straßenbau den Schuldenstand erhöhten.