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Kommunale Schulden in Sachsen-Anhalt steigen auf 3,85 Milliarden Euro

Die Schulden der kommunalen Kernhaushalte in Sachsen-Anhalt sind weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes belief sich der Schuldenstand zum 31. März 2026 auf 3,845 Milliarden Euro. Das sind 273 Millionen Euro beziehungsweise 7,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Damit setzt sich der seit mehreren Jahren anhaltende Anstieg der kommunalen Verschuldung fort. Nachdem Ende des ersten Quartals 2021 mit 2,707 Milliarden Euro der niedrigste Stand der vergangenen Jahre erreicht worden war, stiegen die Verbindlichkeiten kontinuierlich an. Bereits zum Jahresende 2025 lagen sie bei 3,711 Milliarden Euro.

Mehr als die Hälfte für Investitionen

Von den gesamten Schulden entfielen 56,3 Prozent auf Investitionskredite. Diese wurden zur Finanzierung von Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen aufgenommen. Gläubiger waren nahezu ausschließlich Kreditinstitute (99,9 Prozent), während lediglich 0,1 Prozent der Kredite vom Land Sachsen-Anhalt stammten.

Kassenkredite sichern Liquidität

Weitere 43,7 Prozent der Verbindlichkeiten bestanden aus sogenannten Kassenkrediten. Diese dienen nicht der Finanzierung von Investitionen, sondern der Sicherung der laufenden Zahlungsfähigkeit der Kommunen. Rund 79,6 Prozent dieser Kredite wurden bei Kreditinstituten aufgenommen, 5,0 Prozent beim Land Sachsen-Anhalt und 15,4 Prozent bei weiteren Gläubigern.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass die veröffentlichten Zahlen ausschließlich die Kernhaushalte der Kommunen umfassen. Nicht berücksichtigt sind Schulden kommunaler Eigenbetriebe, Zweckverbände, Anstalten des öffentlichen Rechts sowie weiterer ausgegliederter Einrichtungen.

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