Im Jahr 2017 gaben die Kernhaushalte der Kommunen des Landes
Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahr 32 Mill. EUR mehr für
Investitionen aus. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt
mitteilt, beliefen sich die Auszahlungen im Jahr 2017 auf 542 Mill.
EUR. Der Anstieg gegenüber dem Jahr 2016 mit 510 Mill. EUR betrug
6,2 %. Die Abbildung der Finanzströme der Jahresergebnisse
beinhaltet die Ein- und Auszahlungen der kommunalen Kernhaushalte
nach Aufgaben (Produkten). Das 2017er Ergebnis zeigt, dass die
Kommunen 280 Mill. EUR (51,6 %) für die Gestaltung der Umwelt
investiv auszahlten. Darunter befanden sich 186 Mill. EUR, die im
Bereich Verkehrsflächen und -anlagen, Öffentlicher
Personennahverkehr flossen. Mit 34,3 % war das mehr als jeder 3.
EUR der Auszahlungen für Investitionen. Ent-halten in diesem Zweig
ist unter anderem der Straßenbau. 168 Mill. EUR an
Sachinvestitionen flossen 2017 in diese Maßnahmen der
Infrastruktur, darunter 142 Mill. EUR in die Gemeindestraßen und 22
Mill. EUR in die Kreisstraßen.
Einzahlungen aus Investitionstätigkeit verbuchten die Kernhaushalte
der Kommunen in Höhe von 467 Mill. EUR. Damit überstiegen die
Auszahlungen die Einzahlungen um 75 Mill. EUR. Die Zusammensetzung
dieses negativen Saldos aus der Investiti-onstätigkeit ergibt sich
wie folgt: kreisfreie Städte +7 Mill. EUR, Landkreise -26 Mill. EUR
und kreisangehörige Gemeinden einschließlich der Verbandsgemeinden
-56 Mill. EUR. Im Bereich der Gestaltung der Umwelt verzeichneten
die Kommunen Einzahlungen in Höhe von 208 Mill. EUR, das waren 44,4
% der gesamten Investitionseinzahlungen. Von den 130 Mill. EUR
Investitionseinzahlungen im Bereich der Straßen flossen 110 Mill.
EUR für Gemeindestraßen in die kommunalen Kassen. Darunter waren 94
Mill. EUR Zuwendungen für Investitionen und
Investitionsfördermaßnahmen und 14 Mill. EUR Beiträge und ähnliche
Entgelte.
Die Ausgaben für Investitionen sind eine von der Politik besonders
beachtete Größe der öffentlichen Haushalte, da sie im Gegensatz zu
den konsumtiven Auszahlungen eine positive langfristige Wirkung auf
die Effizienz der Verwaltung als auch auf die
Produktionsbedingungen und das Vermögen der öffentlichen Haushalte
haben können. Die Investitionsquote zeigt den Anteil der
Investitionsauszahlungen an den Gesamtauszahlungen. Die Berechnung
ergab im Jahr 2017 nach der Jahresrech-nungsstatistik für die
kreisfreien Städte 8,0 % (2016: 8,1 %), für die Landkreise 3,2 %
(2016: 3,8 %) und für die kreisangehörigen Gemeinden einschließlich
der Verbandsgemeinden 11,7 % (2016: 10,6 %).