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Klimaforscher Thomas Stocker wird neues Mitglied im Präsidium der Leopoldina

Der renommierte Schweizer Klimaphysiker und Geowissenschaftler Thomas Stocker ist vom Senat der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in das Präsidium der Akademie gewählt worden. Er tritt am 1. Mai 2025 die Nachfolge des Chemikers Martin Quack an, der nach zwei Amtszeiten turnusmäßig ausscheidet. Quack war seit 2014 Mitglied des Gremiums.

Thomas Stocker, seit 1993 Professor an der Universität Bern, zählt zu den international einflussreichsten Klimawissenschaftlern. Seine Arbeiten zu Treibhausgasen und Klimamodellen haben maßgeblich zum Verständnis langfristiger Klimaveränderungen beigetragen. Besonders bekannt ist Stockers Forschung zu in Eisbohrkernen eingeschlossenen Luftbläschen, mit deren Hilfe er die CO₂-Konzentrationen der vergangenen 800.000 Jahre rekonstruieren konnte. Zwischen 2008 und 2015 war er Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe 1 „The Physical Science Basis“ des Weltklimarats (IPCC). Der unter seiner Leitung veröffentlichte Bericht von 2013 bildete die wissenschaftliche Grundlage für das Pariser Klimaabkommen.

Stocker wurde 2019 in die Leopoldina aufgenommen. Seine internationale Forschungserfahrung umfasst Stationen in London, Montreal, New York, Boulder und Honolulu.

Die Leopoldina wird durch einen Vorstand und ein Präsidium geleitet. Das Präsidium, dessen Mitglieder für jeweils fünf Jahre gewählt werden, bereitet die zentralen Entscheidungen der Akademie vor. Es tagt mindestens viermal jährlich. Weitere Informationen zum Präsidium sind unter www.leopoldina.org abrufbar.

Die Leopoldina, gegründet 1652 und seit 2008 Nationale Akademie der Wissenschaften Deutschlands, berät Politik und Gesellschaft unabhängig und interdisziplinär auf wissenschaftlicher Grundlage. Sie vereint rund 1.700 Mitglieder aus über 30 Ländern

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